Wo die Weser in die Nordsee mündet, liegt die größte Seestadt an der deutschen Nordseeküste, Bremerhaven. Neben jeder Menge maritimer Backsteinbauten und moderner Wissenswelten in der Innenstadt, ist auch die Natur rund um die Stadt einen Besuch wert. Vor allem auf und an den Deichen gibt es viel zu entdecken. Sechs Ideen haben wir für euch zusammengestellt. 

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Das Offshore-Erlebnis Leuchtturm Roter Sand

Wer Wasser, Wellen, Geschwindigkeit und die Leuchttürme Bremerhavens hautnah erleben möchte, der sollte eine Tour mit dem Offshore-RIB unternehmen. Das Boot erinnert an ein großes Schlauchboot, ist aber bestens für die rauen Gegebenheiten auf offener See geeignet. Vom Neuen Hafen aus geht es raus auf die Weser und am Kreuzfahrtterminal und dem Containerpier entlang. Mit etwas Glück liegt hier ein großer Frachter, den ihr dann aus einer ganz neuen Perspektive betrachten könnt. Weserabwärts führt die Tour dann zu den Leuchttürmen. An jedem Leuchtturm wird kurz gestoppt, damit jeder Zeit hat, die beeindruckenden maritimen Bauwerke zu bestaunen und zu fotografieren. Zusätzlich gibt es noch ein paar Infos zu den jeweiligen Leuchttürmen und ihren Funktionen. Etwa drei Stunden dauert die Tour insgesamt, wasserdichte Jacken und Sicherheitswesten werden gestellt, denn die Skipper sind hart im Nehmen: gefahren wird auch bei Schietwetter.

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Der Container-Aussichtsturm

Eigentlich ist das Betreten von Container-Terminals für Besucher strengstens verboten. Auch in Bremerhaven gibt es keine Ausnahme – aber eine wunderbare Lösung, um trotzdem einen Blick in das Gewusel aus Containern und Kränen zu werfen. Der 1979 erbaute Container-Aussichtsturm besteht aus einem Traggerüst und zwölf der stählernen Container. Eine 12,50 Meter hohe und rund 78 Quadratmeter große Aussichtsplattform ermöglicht es euch, den Betrieb im Container-Terminal und das Ein- und Durchschleusen von Schiffen durch die Nordschleuse zu beobachten. Der Turm ist das ganze Jahr über geöffnet und kostenlos zugänglich.

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Die Wasserbüffel von Luneplate

Mit 1438 Hektar ist die Luneplate in Bremerhavens Süden das größte Naturschutzgebiet im Bundesland Bremen. In dem Mix aus Watt, Grünland und Feuchtwiesen rasten zahlreiche Wasservögel während ihres Zuges von Nord nach Süd und umgekehrt. Beobachten könnt ihr die Säbelschnäbler, Krickenten und Nonnengänse sowie viele andere Arten – darunter vom Aussterben bedrohte –  vom Beobachtungsturm aus, der einen Panoramablick auf die einzigartige Naturidylle direkt an der Weser ermöglicht. Doch nicht nur gefiederte Tiere leben hier: Tonnenschwere Wasserbüffel stapfen in zwei Herden über Weiden und das Röhricht, und halten es so für die Vögel kurz. Am besten erkunden könnt ihr das Gebiet zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die Wege starten direkt am Parkplatz am Deich. Infotafeln erzählen unterwegs die Entstehungsgeschichte der Luneplate. 

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Der Zoo am Meer

Auge in Auge mit Eisbären, Robben, Pinguinen, Basstölpeln und Co: Im Bremerhavener Zoo am Meer könnt ihr den Tieren ganz nah kommen. Hier leben hauptsächlich Tiere des Nordens und des Wassers. Dank großer Glasscheiben könnt ihr ihnen beim Tauchen und Jagen zuschauen. Aber auch über Wasser gibt es jede Menge zu entdecken. Seit jeher waren die Bremerhavener ein Volk der Seefahrt und oft brachten sie von ihren Reisen in ferne Länder Affen und andere exotische Tiere mit. Auch diesen Teil der Stadtgeschichte bildet der Zoo ab. So durchforsten Schimpansen die Savannenlandschaft und kleine Krallenäffchen toben durchs Geäst. Insgesamt leben rund 47 verschiedene Tierarten in dem, als begehbare Felsenlandschaft gestalteten, Zoo. Highlight hier ist auch die Aussichtsplattform, von der aus ihr einen weiten Blick über die Wesermündung und die vorbeifahrenden Schiffe habt – und gleichzeitig auf den natürlichen Lebensraum vieler Zootiere.

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Eine Tour nach Helgoland

Nicht nur direkt an den Deichen und im Hafen von Bremerhaven gibt es viel zu erleben, von hier aus starten auch viele Bootstouren zu den Nordsee-Inseln. Eine der aufregendsten ist wohl die Tour zur einzigen Hochseeinsel Deutschlands, nach Helgoland. Die Überfahrt mit der MS „Fair Lady“ der Reederei Cassen Eils dauert etwa drei Stunden. Abfahrt ist täglich um 9:30 Uhr, Rückfahrt immer im 16 Uhr. Highlight der Fahrt ist vor allem das Ein- und Aussteigen vor den Ufern Helgolands. Denn traditionellerweise werden die Passagiere mit kleineren Booten an der Fähre abgeholt und zum Hafen gebracht. Und dann steht einem entspannten Urlaub auf der Insel nichts mehr im Wege: Die Hochseeinsel ist ein einzigartiges Naturdenkmal mit Dünen und roten Sandsteinfelsen, sie ist Kurort und Heilbad. Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Beobachten der Robben, die sich auf den Sandbänken der Nebeninsel Düne tummeln.

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Das Weser-Strandbad

Ein Strand mitten in der Stadt? Warum nicht! Das historische Weser-Strandbad liegt direkt hinter dem Museumshafen und nur ein paar Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Wer hier einen Tag im Strandkorb verbringt, hat nicht nur beste Sicht auf das Schifffahrtsmuseum und das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, sondern auch auf die gigantischen Containerschiffe, die gefühlt im Schneckentempo vorbeiziehen. Sie sind auch der Grund, warum das Baden hier in der Elbe nicht erlaubt ist, die Füße ins Wasser halten ist aber kein Problem. Und wenn die kleinen Besucher aus dem Staunen über die riesigen Schiffe mal herauskommen, können sie sich auf dem Wasserspielplatz austoben. Umkleideräume und sanitäre Anlagen sind ebenfalls vorhanden.

Titelbild: Ruhiges Plätzchen: Die Deiche rund um Bremerhaven sind wahre Sehnsuchtsorte zum Entspannen und Genießen Danny - stock.adobe.com

In Zusammenarbeit mit WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

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