Wasser und Luft, vitalisierendes Moor, Mineralien und Kräuter: Die Natur steckt voller Heilkraft. Viele natürliche Heilmethoden sind seit langer Zeit bekannt; manch andere erlebt gerade ihre Renaissance. In den sächsischen Kurorten entfalten viele Schätze der Natur ihre heilsame Wirkung, und der Gast hat die Wahl zwischen einer Vielzahl wohltuender und vitalisierender Behandlungen.

Was darf es sein: Heilsame Entspannung in einem Sole- oder Thermalbad? Eine anregende Radon-Therapie? Pflege für Haut und Körper bei einer Anwendung mit natürlichem Moor? Oder vielleicht lieber die traditionelle Kneipp-Kur? Dies alles und noch mehr bieten Sachsens Kurorte in schönster Umgebung.

Übrigens: Schon wer tief durchatmet, tut seiner Gesundheit in Sachsen etwas Gutes – viele Orte hier sind anerkannte Luftkurorte. Der einfachste Tipp für heilsame Momente im Urlaub lautet also: öfter einmal innehalten, die Augen schließen und jeden Atemzug genießen.

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O „Sole“ mio: Salzig, heilsam und entspannend

Sole – was ist das eigentlich? Das Wort geht auf das spätmittelhochdeutsche „sol“ für „Salzbrühe“ zurück. Unter Sole versteht man also eine wässrige Lösung von Salzen in bestimmter Konzentration. Medizinisch wertvoll sind die natürlichen Solevorkommen: Das salzhaltige Quellwasser gilt als natürlicher Jungbrunnen, der den Körper aktivieren und das Immunsystem fördern kann. Bei einem Solebad wird zudem die gesamte Muskulatur gelockert, die Tiefenentspannung unterstützt und Stresshormone werden abgebaut. Kurz gesagt: ein Erlebnis für alle Sinne!

In Bad Muskau unweit der UNESCO-Welterbestätte „Muskauer Park“ wurde im Jahr 2000 eine Thermalsolequelle in 1.600 m Tiefe mit einer Austrittstemperatur von 44° C und einem 24-prozentigen Salzgehalt zu Tage gebracht. Heute wird das Heilwasser dort für Kur- und Wellnessanwendungen genutzt – die sollen bei physischen Beschwerden für Linderung sorgen und Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Auch das idyllische Heilbad Bad Elster im Dreiländereck bietet eine Soletherme, die aus einem 1.200 m tiefen Reservoir im Elstertal gespeist wird: einem eiszeitlichen Urmeer, das in seiner Zusammensetzung einzigartig und frei von jeglichen Umwelteinflüssen ist und somit ein wahrer „Schatz“ für gesundheitsfördernde Anwendungen. Drei Solebecken mit außergewöhnlich hohen Konzentrationen des wohlig-warmen Solewassers versprechen Erholung. Ein besonderes Erlebnis ist das schwerelose Schweben im Salzsee oder im Licht- und Klangbad in Kombination mit den wertvollen Bestandteilen der Thermalsole. Klingt verlockend? Nichts wie hin!

Übernachtungstipps:
Das Bad Muskauer Vier-Sterne „Kulturhotel Fürst Pückler Park“ nutzt das solehaltige Heilwasser für Kur- und Wellnessanwendungen. Hierbei können Körper, Geist und Seele verwöhnt und physische Probleme behandelt werden.
Und im Vier-Sterne-Superior-Hotel König Albert in Bad Elster können Gäste direkt über einen Bademantelgang in die nebenan liegende Soletherme spazieren. In den Sommermonaten können Erholungssuchende zusätzliche Angebote des Achtsamkeitstrainings, Yoga oder QiGong inmitten der Königlichen Parkanlagen rund um das Hotel genießen.

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Wohltuend warm: Thermalwasser

Warmes Wasser steht seit je her für Entspannung und Wohlbefinden. Und schon immer übten natürliche, warme Quellen eine besondere Faszination auf die Menschen aus.

Weit zurück reicht auch die Geschichte des Kurortes Warmbad. Vermutlich waren es Bergleute, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts beim Schürfen nach Silbererzen auf eine andere Kostbarkeit der Natur stießen: das mit 26,5 Grad Celsius aus der Erde sprudelnde Wasser! Rasch verbreitete sich die Kunde von der gesundheitsfördernden Wirkung des mineralienreichen Thermalwassers, und die Quelle entwickelte sich zum Wallfahrtsort und sogar Fürstenbad. Heute findet man im Kur- und Gesundheitszentrum Erholung und Genesung in den 32 bis 34 Grad warmen Heilwasserbecken. Nicht nur das: Auch eine großzügige Saunalandschaft, der Genuss des Heilwassers im Trinkpavillon und nicht zuletzt die wunderbare Natur des Erzgebirges sorgen für einen rundum heilsamen Aufenthalt.

Eine weitere Thermalstätte befindet sich in Thermalbad Wiesenbad – hier entspringt die Georgsquelle, eine staatlich anerkannte fluoridhaltige Heilquelle für Trink- und Badekuren. Der attraktive Kurpark mit Klanginsel und Kurpavillon ist eine Oase der Entspannung – aber auch gleichzeitig Ausgangspunkt für ein umfassendes Netz an Rad-, Wander- und Nordic-Walking-Wegen, das für jeden Anspruch die geeignete Route bereithält.

Auch im Thermalheilbad Bad Lausick, einem traditionellen Heilbad mit über 200-jähriger Geschichte, wird aus 1.300 m Tiefe Thermalwasser gefördert und im Kur- und Freizeitbad RIFF steht es den Kurgästen, Gesundheitsurlaubern und Wellnessliebhabern zum Badevergnügen sowie am Trinkbrunnen zur Heilung zur Verfügung..

Übernachtungstipps:
Das Vier-Sterne First Class Hotel- und Gesundheitsresort Sante Royale in Warmbad verbindet – über einen Bademantelgang – den Luxus eines Vier-Sterne-Hotels mit der großzügigen Bade- und Saunalandschaft der Silber-Therme.
Das barrierefreie Gesundheitszentrum Miriquidi mit Rehabilitationsklinik, Thermalbad, Thermal-Heilkräuter-Zentrum, Wandelhalle und Kurhaus ist die Adresse im Erzgebirge für Rehabilitation, Prävention, Gesundheitsurlaub und Medical Wellness. Ob Heilfasten oder Thermalwoche – hier findet jeder ein passendes Angebot für seine individuellen Wünsche. 
Zum perfekten Abrunden eines Erholungsaufenthaltes steht das moderne Drei-Sterne Riff Resort Bad Lausick zur Verfügung. Über den lichtdurchfluteten Bademantelgang gelangt man schnell und wetterunabhängig in die Wohlfühlwelt des Kur- und Freizeitbad RIFF.

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Radon: Renaissance eines Heilmittels

Die heilende Kraft der Natur kommt nicht nur in flüssiger Form daher. Radon ist ein wertvolles Edelgas, das als natürliches Heilmittel eingesetzt wird und schon vor über 100 Jahren therapeutisch genutzt wurde. Es bewirkt eine Aktivierung des Stoffwechsels. In der Folge können Entzündungen gehemmt und die körpereigenen Reparaturmechanismen angeregt werden. Radonbehandlungen können daher zum Beispiel Beschwerden bei entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen lindern.

Mit der Wettinquelle besitzt das staatlich anerkannte Mineralheilbad Bad Brambach die stärkste Radonquelle der Welt. Der Neubau des „Wettinhauses“ (Eröffnung im Sommer 2021) bildet das Herzstück für Radonanwendungen. Die traditionellen Radon-Kohlensäure-Vollbäder werden ergänzt durch eine Trinktherapie aus der Wettinquelle sowie neue Anwendungen wie Radon-Inhalationen, eine Kälte-Wärme-Therapie, Physiotherapie, aber auch Kneipp-, Bewegungs- und Entspannungsanwendungen.

Radon-Behandlungen bietet auch das Heilbad in Bad Schlema an. Interessant ist hier die Kombination von Naturerlebnis und gesundheitsfördernden Anwendungen: Der Kurort liegt im landschaftlich reizvollen Erzgebirge; gut ausgebaute Wanderwege und ein 18 Hektar großer Kurpark laden zum Entdecken und Genießen ein. Zur Bandbreite der angebotenen Leistungen zählen neben dem Radon-Heilbad auch eine Wellness- und Saunalandschaft sowie eine Totes-Meer-Salzgrotte.

Übernachtungstipps:
Im Kurhotel Bad Schlema, direkt am Kurpark gelegen, sorgen das Gesundheitszentrum, ein großer Sauna- und Trainingsbereich und jede Menge Arrangements für den perfekten Gesundheitsurlaub.
Über einen Bademantelgang erreichen Gäste des luxuriösen Vier-Sterne-Hotels Santé Royale - Hotel- und Gesundheitsresort Bad Brambach**** auf bequemen Weg die Bade- und Saunalandschaft der Sächsischen Staatsbäder. 

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Moor – so viel mehr als „matschig“!

Was macht Moor als Heilmittel eigentlich so wirkungsvoll? Es ist die konzentrierte Kraft der Pflanzen: Das braunschwarze Substrat entsteht, wenn Blüten, Blätter und Samen unter weitgehendem Luftabschluss vertorfen. Bei diesem Prozess bleiben die mineralischen und organischen Verbindungen der Pflanzen erhalten. So können Kieselsäure, Spurenelemente und andere wertvolle Wirkstoffe nach erstaunlich langer Zeit noch immer heilend, entspannend und entzündungshemmend wirken. In der Kosmetik wird die reinigende und beruhigende Wirkung auf die Haut geschätzt. Wer die heilsame Wirkung von Moor-Anwendungen schätzt, der wird im Naturpark Dübener Heide glücklich. Im Moorheilbad der Kurstadt Bad Düben arbeitet man mit hochwertigem Naturmoor, das vor Ort mit einer modernen Anlage aufbereitet wird. Moor mit allen Sinnen erleben können Gäste an der frischen Luft auf dem angrenzenden Moorerlebnispfad. Dort gibt es allerhand Wissenswertes über die Entstehung, den Abbau und die Aufbereitung von Mooren zu erfahren. Am Moortretbecken heißt es: Zeigt her eure Füße – und dann hinein! Unter der Schwengelpumpe wird danach alles wieder sauber.

Bekannt für heilsame Moorbäder ist übrigens auch Bad Muskau, wo sich Besucher das ganze Jahr über bei ruhigen Spaziergängen, geführten Wanderungen, aktiven Nordic-Walking- oder Radtouren inmitten malerischer Landschaft erholen.

Dank seiner lang anhaltende Wärmespeicherfähigkeit und der vielen gesunden Naturbestandteile zählt das natürlich vorkommende Moor zu einem der wertvollsten Heilmittel von Bad Elster. Es wird in Form von Packungen (warm oder kalt) und Bädern vor allem zur Unterstützung des Bewegungsapparates (Rheuma, Arthrose, Verletzungen) angewendet. Aber auch in der Frauenheilkunde sind die Pflanzenhormone des Moores ein äußerst wirkungsvolles Naturheilmittel.

Übernachtungstipps:
Das luxuriöse Vier-Sterne-Superior HEIDE SPA Hotel & Resort in Bad Düben überzeugt nicht nur mit seiner Bade- und Wellnesslandschaft, sondern bildet zudem einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in den nahegelegenen Naturpark Dübener Heide sowie die Städte Leipzig und Wittenberg. 
Das Vier-Sterne Kulturhotel Fürst Pückler Park liegt direkt neben dem traumhaften UNESCO-Welterbe Muskauer Park.

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Naturnah und ganzheitlich: Klassisch „kneippen“

Die Kneipp-Therapie gehört zu den bekanntesten Verfahren der Naturheilkunde. Bei den nach ihrem Erfinder Sebastian Anton Kneipp benannten Behandlungen steht die heilende Wirkung des Wassers im Vordergrund. Aber auch Pflanzenwirkstoffe sowie Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen gehören zum Programm der Kneipp-Kur.

Der älteste Kneippkurort im Freistaat befindet sich in der Sächsischen Schweiz. In Bad Schandau entstand bereits zu Lebzeiten Kneipps eine Kuranstalt im Sinne seiner naturgetreuen Lebens- und Heilweise. Etwas weiter südlich gelegen, am Rande des Elbsandsteingebirges, befindet sich der Doppelkurort Bad Gottleuba-Berggießhübel. Wo die Sächsische Schweiz auf das Osterzgebirge trifft, wird rund um das romantische Gottleubatal die Gesundheit gefördert – unter anderem mit Anwendungen nach Sebastian Kneipp. Aktive Gesundheitsurlauber erwartet in Bad Lausick ein pittoresker Kurpark mit Kneipptretbecken sowie ein Fitnessparcours.

Übernachtungstipps:
Erholung mit Aussicht: Im Aurorabad des Fünf-Sterne Hotel an der Therme ELBRESIDENZ in Bad Schandau entspannen Gäste über den Dächern der Sächsischen Schweiz und von den Zimmern aus hat man freie Sicht auf die Elbe.
Der Gesundheit Gutes tun! Die hausinterne Wellnessabteilung des Drei-Sterne Riff Resort Bad Lausick bietet neben klassischen Massagen und Körperpackungen auch Kneipp-Anwendungen an.

Weit blicken und frei atmen – das kann man zum Beispiel in Oberwiesethal, einem von fünf Luftkurorten in Sachsen © Katja Fouad Vollmer

In Zusammenarbeit mit Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH

Hochkultur, großartige Landschaften wie das Erzgebirge oder die Sächsische Schweiz, tolle Städte wie Dresden und Leipzig sind nur ein paar der vielen guten Gründe für einen Urlaub in Sachsen.

 

Finanziert mit Mitteln des Freistaats Sachsen

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