Niedersachsen

Von den Bergen bis ans Meer

Dürfen wir vorstellen?

Kein anderes Bundesland bietet gleichzeitig Berge und Meer, in keinem anderen kann man vormittags auf Gipfel kraxeln und nachmittags im Watt wandern, und damit sind wir erst am Anfang. Niedersachsen, das ist der Sonnenuntergang über der Lüneburger Heide und der Nordseewind, der über den langen Sandstrand von Langeoog weht. Der Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, die Walpurgisnacht in Bad Grund und die Altstadt von Celle mit ihren vierhundert Fachwerkhäusern. Niedersachsen, das sind die Hirsche im Weserbergland und die steilen Pfade im Nationalpark Harz. Das Wissenschaftsmuseum phaeno in Wolfsburg und die Botanischen Gärten der Universität Göttingen mit ihren über zehntausend Pflanzenarten. Die Strandpromenade von Norderney und die Altstadt von Hameln. Die Gustav-Adolf-Stabkirche in Goslar-Hahnenklee. Der Marktplatz von Rinteln und die Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Niedersachsen ist ein abwechslungsreiches Bundesland. Ein Reiseziel für Aktivurlauber, die von morgens bis abends in der Natur unterwegs sein wollen. Für Kulturfans, die ihre Ferientage am liebsten in Museen oder Theatern verbringen. Für Familien, die zum Glücklichsein bloß einen Strand brauchen, und vielleicht noch vier Fahrräder und ein paar Seehundaugen. Für alle Neugierigen, die am liebsten jeden Tag 27 neue Dinge erleben möchten: In Niedersachsen geht das alles. Man kann hier Wattwandern und Waldbaden, historische Mühlen besuchen und Science-Fiction-Architektur bestaunen, man kann auf Baumwipfelpfaden über den Dingen laufen und ihnen in vielen Museen auf den Grund gehen. Und ob man nun lieber in aller Stille im Ostetal wandert oder den Trubel der Städte erkundet: Niedersachsen kann das. Es ist ein Land der vielen kleinen Gegensätze. Vor allem aber ist es ein Land der großen Auswahl.

Über 1000 Jahre ist die kleine Stadt Lüneburg schon alt. Reich geworden durch den Salzhandel entzückt die Hansestadt mit wunderschönen Patrizierhäusern © Sina Ettmer Photography - Shutterstock.com

Das ist nicht das Hannover Schloss, es ist das Neue Rathaus. Der Prachtbau von 1913 ist eines der Wahrzeichen der Metropole. Weltweit einmalig ist der Bogenaufzug zur Kuppel, der zuerst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad in die Höhe führt. Von der Kuppel hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt © TMN - H. & D. Zielske

Über 350 außergewöhnliche Phänomene gibt es in Wolfsburgs Wissenschaftsmuseum phaeno zu entdecken. Für Deutschlands einmalige Experimentierlandschaft wurde ein einmaliges Gebäude entworfen. Entworfen wurde es von Star-Architekt Zaha Hadid © phaeno gGmbH/ Leyer

Nicht nur von oben imposant – die Herrenhauser Gärten in Hannover. Das Ensemble aus einem botanischen, einem englischen und einem barocken Garten sind ein bemerkenswertes Beispiel europäischer Gartenkunst. Der barocke Große Garten wurde bereits 1666 angelegt © saiko3p - shutterstock

Auch von innen umwerfend – die Gustav-Adolf-Stabskirche in Hahnenklee-Bockswiese. Die Kirche aus heimischen Fichtenholz wurde den nordischen Kirchen nachempfunden. Im Innenraum wurden Merkmale des Schiffbaus integriert © Dafinchi shutterstock

Über 1000 Jahre ist die kleine Stadt Lüneburg schon alt. Reich geworden durch den Salzhandel entzückt die Hansestadt mit wunderschönen Patrizierhäusern © Sina Ettmer Photography - Shutterstock.com

Das ist nicht das Hannover Schloss, es ist das Neue Rathaus. Der Prachtbau von 1913 ist eines der Wahrzeichen der Metropole. Weltweit einmalig ist der Bogenaufzug zur Kuppel, der zuerst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad in die Höhe führt. Von der Kuppel hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt © TMN - H. & D. Zielske

Über 350 außergewöhnliche Phänomene gibt es in Wolfsburgs Wissenschaftsmuseum phaeno zu entdecken. Für Deutschlands einmalige Experimentierlandschaft wurde ein einmaliges Gebäude entworfen. Entworfen wurde es von Star-Architekt Zaha Hadid © phaeno gGmbH/ Leyer

Nicht nur von oben imposant – die Herrenhauser Gärten in Hannover. Das Ensemble aus einem botanischen, einem englischen und einem barocken Garten sind ein bemerkenswertes Beispiel europäischer Gartenkunst. Der barocke Große Garten wurde bereits 1666 angelegt © saiko3p - shutterstock

Auch von innen umwerfend – die Gustav-Adolf-Stabskirche in Hahnenklee-Bockswiese. Die Kirche aus heimischen Fichtenholz wurde den nordischen Kirchen nachempfunden. Im Innenraum wurden Merkmale des Schiffbaus integriert © Dafinchi shutterstock

Über 1000 Jahre ist die kleine Stadt Lüneburg schon alt. Reich geworden durch den Salzhandel entzückt die Hansestadt mit wunderschönen Patrizierhäusern © Sina Ettmer Photography - Shutterstock.com

Das ist nicht das Hannover Schloss, es ist das Neue Rathaus. Der Prachtbau von 1913 ist eines der Wahrzeichen der Metropole. Weltweit einmalig ist der Bogenaufzug zur Kuppel, der zuerst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad in die Höhe führt. Von der Kuppel hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt © TMN - H. & D. Zielske

Über 350 außergewöhnliche Phänomene gibt es in Wolfsburgs Wissenschaftsmuseum phaeno zu entdecken. Für Deutschlands einmalige Experimentierlandschaft wurde ein einmaliges Gebäude entworfen. Entworfen wurde es von Star-Architekt Zaha Hadid © phaeno gGmbH/ Leyer

Nicht nur von oben imposant – die Herrenhauser Gärten in Hannover. Das Ensemble aus einem botanischen, einem englischen und einem barocken Garten sind ein bemerkenswertes Beispiel europäischer Gartenkunst. Der barocke Große Garten wurde bereits 1666 angelegt © saiko3p - shutterstock

Auch von innen umwerfend – die Gustav-Adolf-Stabskirche in Hahnenklee-Bockswiese. Die Kirche aus heimischen Fichtenholz wurde den nordischen Kirchen nachempfunden. Im Innenraum wurden Merkmale des Schiffbaus integriert © Dafinchi shutterstock

Über 1000 Jahre ist die kleine Stadt Lüneburg schon alt. Reich geworden durch den Salzhandel entzückt die Hansestadt mit wunderschönen Patrizierhäusern © Sina Ettmer Photography - Shutterstock.com

Das ist nicht das Hannover Schloss, es ist das Neue Rathaus. Der Prachtbau von 1913 ist eines der Wahrzeichen der Metropole. Weltweit einmalig ist der Bogenaufzug zur Kuppel, der zuerst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad in die Höhe führt. Von der Kuppel hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt © TMN - H. & D. Zielske

Über 350 außergewöhnliche Phänomene gibt es in Wolfsburgs Wissenschaftsmuseum phaeno zu entdecken. Für Deutschlands einmalige Experimentierlandschaft wurde ein einmaliges Gebäude entworfen. Entworfen wurde es von Star-Architekt Zaha Hadid © phaeno gGmbH/ Leyer

Nicht nur von oben imposant – die Herrenhauser Gärten in Hannover. Das Ensemble aus einem botanischen, einem englischen und einem barocken Garten sind ein bemerkenswertes Beispiel europäischer Gartenkunst. Der barocke Große Garten wurde bereits 1666 angelegt © saiko3p - shutterstock

Auch von innen umwerfend – die Gustav-Adolf-Stabskirche in Hahnenklee-Bockswiese. Die Kirche aus heimischen Fichtenholz wurde den nordischen Kirchen nachempfunden. Im Innenraum wurden Merkmale des Schiffbaus integriert © Dafinchi shutterstock

Über 1000 Jahre ist die kleine Stadt Lüneburg schon alt. Reich geworden durch den Salzhandel entzückt die Hansestadt mit wunderschönen Patrizierhäusern © Sina Ettmer Photography - Shutterstock.com

Das ist nicht das Hannover Schloss, es ist das Neue Rathaus. Der Prachtbau von 1913 ist eines der Wahrzeichen der Metropole. Weltweit einmalig ist der Bogenaufzug zur Kuppel, der zuerst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad in die Höhe führt. Von der Kuppel hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt © TMN - H. & D. Zielske

Über 350 außergewöhnliche Phänomene gibt es in Wolfsburgs Wissenschaftsmuseum phaeno zu entdecken. Für Deutschlands einmalige Experimentierlandschaft wurde ein einmaliges Gebäude entworfen. Entworfen wurde es von Star-Architekt Zaha Hadid © phaeno gGmbH/ Leyer

Nicht nur von oben imposant – die Herrenhauser Gärten in Hannover. Das Ensemble aus einem botanischen, einem englischen und einem barocken Garten sind ein bemerkenswertes Beispiel europäischer Gartenkunst. Der barocke Große Garten wurde bereits 1666 angelegt © saiko3p - shutterstock

Auch von innen umwerfend – die Gustav-Adolf-Stabskirche in Hahnenklee-Bockswiese. Die Kirche aus heimischen Fichtenholz wurde den nordischen Kirchen nachempfunden. Im Innenraum wurden Merkmale des Schiffbaus integriert © Dafinchi shutterstock

Kurz und knackig

Mit rund 46.600 Quadratkilometern ist Niedersachsen nach Bayern das zweitgrößte Bundesland. Knapp acht Millionen Menschen leben hier. Landeshauptstadt ist Hannover (ca. 540.000 Einwohner), mit Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Wolfsburg, Göttingen, Hildesheim & Co gibt es viele weitere reizvolle Städte. Niedersachsen reicht von der Nordsee im Westen bis zum Harzgebirge im Osten; Dreiviertel der Landesfläche gehören zur Norddeutschen Tiefebene. Höchster Punkt im Land ist der Wurmberg im Harz, der mit 971 Metern knapp an der 1000-Meter-Marke kratzt.

Manche Regionen in Niedersachsen sind bekannter als Niedersachsen selbst: die Lüneburger Heide zum Beispiel, die Nordsee natürlich oder auch die Ostfriesischen Inseln: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog und Spiekeroog und Wangerooge kennt jeder, und wenn nicht alle sieben, dann bestimmt aber die eine oder andere (es gibt noch sechs weitere, aber die sind unbewohnt). Was viele nicht wissen: Auch abseits der Nordseestrände ist Niedersachsen ein gutes Terrain für Wasserfans und -sportler. Viele Flüsse wie Oker und Hunte sind tolle Kanu- und Kajakreviere. Das Steinhuder Meer, das Zwischenahner Meer und das Große Meer in Ostfriesland mögen mit ihren Namen ein wenig flunkern, sind aber alle ganz fantastische Naherholungsgebiete mit tollen Badeplätzen. Insgesamt gibt es 280 Ziele für Badespaß in Niedersachsen. Selbst mitten in Hannover liegt eins: Der Maschsee ist ein beliebter maritimer Treffpunkt der Hauptstädter.

Nordseetraum Langeoog: Auf der autofreien Insel lässt sich richtig gut entspannen. Rad- und Wanderwege führen durch die wilde Inselnatur an Deichen, blühenden Sanddornbüschen und weidenden Hochlandrindern vorbei. Zum Baden geht es an den 14 Kilometer langen Sandstrand. Tierfreunde sollten unbedingt nach Ostende fahren, dort lassen sich Vögel und Robben beobachten © Christian Frays – shutterstock.com

Zu Beginn des 19. Jahrhundert sahen weite Teile Norddeutschlands so schön aus! Heute findet man die weitläufigen Weideflächen fast nur noch in der Lüneburger Heide. Die Heidschnucken, langhaarige Schafe die überall auf der Heide anzutreffen sind, sorgen dafür, das die Heide Heide bleibt © Thorsten Link - shutterstock.com

Wahrzeichen mit Kultstatus: Der Pilsumer Leuchtturm im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gehört zu den bekanntesten Leuchttürmen Deutschlands. Ihm zum Ruhm verholfen hat Otto Waalkes, der ihn als Filmkulisse nutzte. In Gebrauch war der Leuchtturm übrigens nur knapp 30 Jahre. Durch Sandablagerungen hatte sich die Ems zu weit von ihm entfernt © papillondream - shutterstock.com

Buchen- und Fichtenwälder soweit das Auge reicht, dazwischen Flüsse, Moore und bizarre Felsformationen – der Nationalpark Harz gehört zu den größten Waldnationalparks Deutschlands. Über 7200 Pflanzen- und Tierarten sind im Nationalpark Harz zuhause © dugdax - shutterstock.com

Nordseetraum Langeoog: Auf der autofreien Insel lässt sich richtig gut entspannen. Rad- und Wanderwege führen durch die wilde Inselnatur an Deichen, blühenden Sanddornbüschen und weidenden Hochlandrindern vorbei. Zum Baden geht es an den 14 Kilometer langen Sandstrand. Tierfreunde sollten unbedingt nach Ostende fahren, dort lassen sich Vögel und Robben beobachten © Christian Frays – shutterstock.com

Zu Beginn des 19. Jahrhundert sahen weite Teile Norddeutschlands so schön aus! Heute findet man die weitläufigen Weideflächen fast nur noch in der Lüneburger Heide. Die Heidschnucken, langhaarige Schafe die überall auf der Heide anzutreffen sind, sorgen dafür, das die Heide Heide bleibt © Thorsten Link - shutterstock.com

Wahrzeichen mit Kultstatus: Der Pilsumer Leuchtturm im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gehört zu den bekanntesten Leuchttürmen Deutschlands. Ihm zum Ruhm verholfen hat Otto Waalkes, der ihn als Filmkulisse nutzte. In Gebrauch war der Leuchtturm übrigens nur knapp 30 Jahre. Durch Sandablagerungen hatte sich die Ems zu weit von ihm entfernt © papillondream - shutterstock.com

Buchen- und Fichtenwälder soweit das Auge reicht, dazwischen Flüsse, Moore und bizarre Felsformationen – der Nationalpark Harz gehört zu den größten Waldnationalparks Deutschlands. Über 7200 Pflanzen- und Tierarten sind im Nationalpark Harz zuhause © dugdax - shutterstock.com

Nordseetraum Langeoog: Auf der autofreien Insel lässt sich richtig gut entspannen. Rad- und Wanderwege führen durch die wilde Inselnatur an Deichen, blühenden Sanddornbüschen und weidenden Hochlandrindern vorbei. Zum Baden geht es an den 14 Kilometer langen Sandstrand. Tierfreunde sollten unbedingt nach Ostende fahren, dort lassen sich Vögel und Robben beobachten © Christian Frays – shutterstock.com

Zu Beginn des 19. Jahrhundert sahen weite Teile Norddeutschlands so schön aus! Heute findet man die weitläufigen Weideflächen fast nur noch in der Lüneburger Heide. Die Heidschnucken, langhaarige Schafe die überall auf der Heide anzutreffen sind, sorgen dafür, das die Heide Heide bleibt © Thorsten Link - shutterstock.com

Wahrzeichen mit Kultstatus: Der Pilsumer Leuchtturm im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gehört zu den bekanntesten Leuchttürmen Deutschlands. Ihm zum Ruhm verholfen hat Otto Waalkes, der ihn als Filmkulisse nutzte. In Gebrauch war der Leuchtturm übrigens nur knapp 30 Jahre. Durch Sandablagerungen hatte sich die Ems zu weit von ihm entfernt © papillondream - shutterstock.com

Buchen- und Fichtenwälder soweit das Auge reicht, dazwischen Flüsse, Moore und bizarre Felsformationen – der Nationalpark Harz gehört zu den größten Waldnationalparks Deutschlands. Über 7200 Pflanzen- und Tierarten sind im Nationalpark Harz zuhause © dugdax - shutterstock.com

Nordseetraum Langeoog: Auf der autofreien Insel lässt sich richtig gut entspannen. Rad- und Wanderwege führen durch die wilde Inselnatur an Deichen, blühenden Sanddornbüschen und weidenden Hochlandrindern vorbei. Zum Baden geht es an den 14 Kilometer langen Sandstrand. Tierfreunde sollten unbedingt nach Ostende fahren, dort lassen sich Vögel und Robben beobachten © Christian Frays – shutterstock.com

Zu Beginn des 19. Jahrhundert sahen weite Teile Norddeutschlands so schön aus! Heute findet man die weitläufigen Weideflächen fast nur noch in der Lüneburger Heide. Die Heidschnucken, langhaarige Schafe die überall auf der Heide anzutreffen sind, sorgen dafür, das die Heide Heide bleibt © Thorsten Link - shutterstock.com

Wahrzeichen mit Kultstatus: Der Pilsumer Leuchtturm im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gehört zu den bekanntesten Leuchttürmen Deutschlands. Ihm zum Ruhm verholfen hat Otto Waalkes, der ihn als Filmkulisse nutzte. In Gebrauch war der Leuchtturm übrigens nur knapp 30 Jahre. Durch Sandablagerungen hatte sich die Ems zu weit von ihm entfernt © papillondream - shutterstock.com

Buchen- und Fichtenwälder soweit das Auge reicht, dazwischen Flüsse, Moore und bizarre Felsformationen – der Nationalpark Harz gehört zu den größten Waldnationalparks Deutschlands. Über 7200 Pflanzen- und Tierarten sind im Nationalpark Harz zuhause © dugdax - shutterstock.com

Vier UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten gibt es offiziell in Niedersachsen, eigentlich sind es deutlich mehr, weil bei der Listung mehrere Bauwerke zusammengefasst wurden. Also: In Hildesheim stehen der Dom St. Mariae und die Michaeliskirche auf der exklusiven Liste, im Westharz sind es das Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Goslar, das Oberharzer Wasserregal, die Grube Samson und das Kloster Walkenried. In Alfeld gehört das Fagus-Werk zum Weltkulturerbe, eine Fabrikanlage, die der Bauhaus-Gründer Walter Gropius entworfen hat. Das niedersächsische Wattenmeer wiederum gehört nicht zum Weltkultur- sondern zum Weltnaturerbe.

Herr Ober!

Niedersachsens Fisch-und-Fleisch-Küche ist typisch norddeutsch: Die meisten Gerichte machen richtig satt, viele Mahlzeiten sind außerdem „gut gegen Nordwind“ und rufen ein angenehm warmes Gefühl hervor, das man mit Behaglichkeit verbindet oder vielleicht auch mit dem, was man Heimat nennt. Heidschnuckenbraten zum Beispiel, der in und rund um die Lüneburger Heide serviert wird. Stint, früher ein Arme-Leute-Fisch, mittlerweile geliebte Spezialität der Region. Im Ammerland isst man gerne geräucherten Aal und an der Nordseeküste Krabben.

Überhaupt das Gemüse! Spargel wird in Niedersachsen großflächig angebaut, im Frühling gibt es das Lieblingsgemüse der Deutschen dann in allen nur denkbaren Variationen. Mindestens ebenso beliebt ist der Grünkohl, der nach dem ersten Frost im Herbst auf den Tisch kommt (und der in Niedersachsen gerne auch Oldenburger Palme genannt wird, weil seine Form an … nun ja: Bonsai-Palmen erinnert, also zumindest mit viel gutem Willen). In etlichen Regionen wird ein regelrechter Kult um den Grünkohl betrieben, an Wochenenden gehen Freunde, Vereine oder komplette Firmenbelegschaften mit Bollerwagen auf Kohlfahrt. Dabei wandert man durch die schöne Landschaft und macht unterwegs kurzweilige Spiele, Teebeutelweitwurf zum Beispiel. Später wird dann Kohl gegessen, der Kohlkönig ermittelt, getanzt und heimischer Schnaps getrunken, etwa von lokalen Produzenten aus dem Emsland. Der wiederum passt hervorragend zum beliebtesten Grünkohlgericht, dem Kohl und Pinkel, das ist Grünkohl mit Grützwurst und Kassler. Kartoffeln gehören in Niedersachsen zu eigentlich jeder Hauptmahlzeit. Gerne werden sie als Bratkartoffeln zubereitet, kross angebraten und mit würzigen Speck- oder Schinkenstückchen verfeinert.

Getrunken wird niedersachsenweit mehr Kaffee als Tee (wobei die Ostfriesen da aus der Reihe scheren, mit 300 Liter Tee pro Jahr und Kopf schlagen sie gar Briten und Iren) und mehr Bier als Wein – einige der bekanntesten Biermarken Deutschlands kommen von hier. Ein stärkeres Getränk wird in Wolfenbüttel hergestellt: Der dunkle Kräuterlikör mit dem Hirschen im Firmenlogo ist die erfolgreichste deutsche Spirituose weltweit und wird in 130 Länder exportiert.

Im Norden freut man sich den ersten Frost: Ab dann kommt nämlich wieder Grünkohl auf den Tisch. Besonders beliebt ist das Gericht Grünkohl mit Pinkel, Grünkohl mit Grützwurst, Kassler und Kartoffeln © Dar1930 shutterstock.com

Eine besondere Spezialität: Dort wo früher Silber abgebaut wurde reift heute der Oberharzer Grubenschinken. Entdecken und probieren kann man den Schinken bei einer Besichtigung im Museumsbergwerk in St. Andreasberg © TMN / Haafke

Aber bitte mit Sahne – und Kluntjes. In Ostfriesland ist es üblich, dem Gast bei der Ankunft eine Tasse Tee anzubieten. Serviert wird dazu ganz traditionell Sahne und Kluntjes, brauner und/oder weißer Kandiszucker. Und wenn es ein besonderer Gast ist auch mal eine Rosinenstulle mit Butter © Oskar - adobestock.com

Im Norden freut man sich den ersten Frost: Ab dann kommt nämlich wieder Grünkohl auf den Tisch. Besonders beliebt ist das Gericht Grünkohl mit Pinkel, Grünkohl mit Grützwurst, Kassler und Kartoffeln © Dar1930 shutterstock.com

Eine besondere Spezialität: Dort wo früher Silber abgebaut wurde reift heute der Oberharzer Grubenschinken. Entdecken und probieren kann man den Schinken bei einer Besichtigung im Museumsbergwerk in St. Andreasberg © TMN / Haafke

Aber bitte mit Sahne – und Kluntjes. In Ostfriesland ist es üblich, dem Gast bei der Ankunft eine Tasse Tee anzubieten. Serviert wird dazu ganz traditionell Sahne und Kluntjes, brauner und/oder weißer Kandiszucker. Und wenn es ein besonderer Gast ist auch mal eine Rosinenstulle mit Butter © Oskar - adobestock.com

Im Norden freut man sich den ersten Frost: Ab dann kommt nämlich wieder Grünkohl auf den Tisch. Besonders beliebt ist das Gericht Grünkohl mit Pinkel, Grünkohl mit Grützwurst, Kassler und Kartoffeln © Dar1930 shutterstock.com

Eine besondere Spezialität: Dort wo früher Silber abgebaut wurde reift heute der Oberharzer Grubenschinken. Entdecken und probieren kann man den Schinken bei einer Besichtigung im Museumsbergwerk in St. Andreasberg © TMN / Haafke

Aber bitte mit Sahne – und Kluntjes. In Ostfriesland ist es üblich, dem Gast bei der Ankunft eine Tasse Tee anzubieten. Serviert wird dazu ganz traditionell Sahne und Kluntjes, brauner und/oder weißer Kandiszucker. Und wenn es ein besonderer Gast ist auch mal eine Rosinenstulle mit Butter © Oskar - adobestock.com

Niedersächsisch für Anfänger 

Schon Ende des 18. Jahrhunderts empfahl der Schriftsteller und Sprachlehrer Karl Philipp Moritz den Berliner Damen (denen er die feine Art der Konversation beibringen sollte), sich doch die Hannoveraner und Braunschweiger zum Vorbild zu nehmen: Dort sprach man damals das perfekte Hochdeutsch, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber Niedersachsen ist groß, und deshalb existieren neben der quasi dialektfreien Hauptstadt durchaus Regionen, in denen anders gesprochen wird – Niedersächsisch nämlich. Das entstand ungefähr im Jahr 800 und war die Sprache der Hanse, des mittelalterlichen Handelsverbandes in Nordosteuropa (seit kurzem ist es sogar als offizieller Dialekt in den Niederlanden anerkannt). Es gibt viele regionale Varianten und eine niemals endende Diskussion unter Sprachwissenschaftlern darüber, wo die Unterschiede zum Plattdeutsch liegen, ob es überhaupt welche gibt oder ob Plattdeutsch nicht einfach nur eine andere Bezeichnung für Niedersächsisch ist.

Hier ein kleiner Grundwortschatz aus Nordniedersachsen:

Moin! (oder auch Moin, moin!) – guten Morgen/Tag/Abend!
Wo geiht’? – Wie geht’s?
Dat geiht mi goot – Es geht mir gut
Ik heff Döst/Smacht – Ich habe Durst/Hunger
Sik verpusten – entspannen
Sport maken – Sport treiben
Neeschierig – neugierig
Grööntüüg – Obst und Gemüse
Ut’n Aven – Backwaren
Plünnenladen – Bekleidungsgeschäft
Kroog – Gastwirtschaft
Tanksteed – Tankstelle
Anpingeln – telefonieren
Gode Reis! – Gute Reise!

Noch mehr Plattdeutsch findet ihr hier.

Titelbild: Wilde Nordseeschönheit – auf der ostfriesischen Insel Langeoog kommen Natur und Mensch sich wieder ganz nah © Doris Oberfrank-List – shutterstock.com

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