Hannovers Stadtviertel sind voller Leben: Hier finden sich Lebensart, Kultur, Designermode und hohe Kochkunst direkt neben ruhigen Orten im Grünen und am Wasser. Ein verführerischer Streifzug durch Linden, List, Nord- und Südstadt.

Nordstadt

Südstadt

Linden

List

Wer mit der Bahn in Hannover ankommt und vor den Hauptbahnhof tritt, steht vor einer Entscheidung. In welches der angesagten Viertel der Landeshauptstadt treibt es mich zuerst? Und das ist gar nicht so leicht zu beantworten, haben doch alle Stadtteile ihren eigenen Charme: List mit der gemütlichen Lebensart, das Szeneviertel Linden mit jeder Menge Kultur, Kunst und Ausgehmöglichkeiten, die Nordstadt mit dem Univiertel, vielen kleinen Läden, Restaurants und Bars und nicht zuletzt die weitläufige Südstadt mit dem Maschsee.

So kommt ihr mit der Bahn nach Hannover: Anreise planen.

Entspannt in List

Vom Raschplatz am Bahnhof sind es nur 150 Meter bis zur Lister Meile, eine der Lebensadern des Viertels. Hier reihen sich gemütliche Cafés, Weinläden, Kneipen, Geschäfte, Eisdielen und Restaurants über mehr als eineinhalb Kilometer aneinander bis hin zum Lister Platz. Weiter entdecken lässt sich der Stadtteil wahlweise über Ferndinand-Wallbrecht-Straße, Jacobistraße oder die Podbielskistraße, von den Hannoveranern kurz „Podbi“ genannt. Wer dagegen Entspannung und Natur sucht, erkundet am besten die Eilenriede, Hannovers weitläufigen Stadtwald, der übrigens doppelt so groß ist wie New Yorks Central Park.

Nach dem Shoppen in die Gärten

Am Bezirk Vahrenwald-List grenzt im Osten direkt die Nordstadt, geprägt von Studierenden, jungen Familien und Nordstädter Urgesteinen. Viele Cafés, Restaurants und Geschäfte setzen auf Nachhaltigkeit, was hier gut ankommt. Hier lohnt sich eine Shoppingtour, viele Geschäfte spiegeln das Lebensgefühl des Kiezes wider: trendig, cool, schräg – eben einfach anders. Aber es geht auch ruhiger im Viertel zu, etwa bei einem Picknick im Welfengarten. Einen Spaziergang wert ist auch der Georgengarten. Der Stadtpark im Stil englischer Landschaftsgärten ist Teil der Herrenhäuser Gärten, das Gartenensemble gehört zu den schönsten Parkanlagen Europas.

Über die Dornröschenbrücke

Von der Nordstadt zum Stadtteil Linden führt die Dornröschenbrücke über die Leine, benannt nach dem Familiencafé „Dornröschen“ im nahegelegenen Erholungsgebiet. Rund um die „Drei warmen Brüder“, die drei Kesselhäuser des Heizkraftwerks Linden mit ihren 125 Meter hohen und nachts bunt beleuchteten Schornsteinen, vibriert das Leben. Für Studenten, Akademiker und Lebenskünstler ist der Stadtteil fast wie ein Wohnzimmer. Wer abends auf ein Konzert gehen, eine Lesung oder eine Ausstellung besuchen möchte, tut dies am besten im Kulturzentrum Faust. Die unterschiedlichen Locations auf dem Gelände bieten immer ein abwechslungsreiches Programm. Kulturell und künstlerisch geht es auch beim PLATZprojekt e.V. zu: Auf dem Gelände werden knapp 30 kreative Containerprojekte präsentiert, mit jährlich mehr als 150 Veranstaltungen und 50 Workshops gibt es ein vielfältiges Programm.

Auf zum Maschsee

Wer an einem Freitag in der Stadt ist, kann am Stephansplatz Hannovers größten und traditionsreichsten Wochenmarkt erleben. Mitten in der Südstadt trifft man sich nicht nur, um Obst und Gemüse, handgemachte Nudeln und Marmeladen zu kaufen, sondern auch zum „Schnack“ an den Imbiss- und Kaffeeständen. Danach bummelt man am besten durch das Viertel, stattet dem Sprengel Museum mit seiner hochkarätigen Ausstellung moderner Kunst einen Besuch ab oder genießt einen Spaziergang am Maschsee – am besten am schönen grünen Westufer bis zum Yachthafen. 

Wer Hannover entdecken will hat die Qual der Wahl, denn auch über die zentralen Stadteile hinaus hat Hannover seinen Gästen jede Menge zu bieten. Ein quirliges Nachtleben am Wochenende, grüne Parklandschaften, Kunst und Kulinarik, Theater und Musik. Für die Vielfalt der Landeshauptstadt reicht kaum ein Wochenende. Warum also nicht einfach eine ausgedehnte Reise nach Hannover planen?

Titelbild: Der perfekte Ausklang für den Tag: Der Sonnenuntergang am Maschsee © Hannover Marketing & Tourismus GmbH/Patrick Graf

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