Hildesheim! Das sind zahlreiche Kirchen, zwei davon mit UNESCO-Welterbestatus, wunderschöne Fachwerkhäuser, ein 1000-jähriger Rosenstock und viele ruhige, grüne Ecken zum Entspannen. Überall gibt es kleine, liebevoll geführte Restaurants und Cafés, in denen ihr Idylle und Genuss gleichermaßen erleben könnt. Wir haben euch acht besonders genussreiche Orte in Hildesheim zusammengefasst.

In Zusammenarbeit mit Hildesheim Marketing GmbH
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Moritzberg: Kaffeeduft und der schönste Ausblick auf Hildesheim

Langsam schiebt sich die Sonne über die Skyline von Hildesheim. Der Himmel färbt sich zart orange und kündigt einen strahlenden Sommertag an. Der Aussichtspunkt auf dem Moritzberger Berghölzchen ist ideal, um den Tag zu begrüßen und in aller Stille der Stadt beim Aufwachen zuzusehen. Und: Er ist der einzige Aussichtspunkt, von dem ihr unter anderem beide UNESCO-Welterbekirchen von Hildesheim sehen könnt. Ganz links: St. Michaelis, eines der bedeutendsten Bauwerke ottonischer Baukunst und auf der rechten Seite der 41 Meter hohe Mariendom. Von der überragenden Aussicht einmal abgesehen, besticht der Stadtteil Moritzberg vorwiegend durch schmale Gassen mit Fachwerkhäusern und die ehemalige Stiftskirche St. Mauritius. Früher als Moritzstift gegründet, ist es heute Namensgeber des Stadtteils. Besonders schön und ruhig ist der Innenhof des Stifts mit seinem Säulengang und vielen blühenden Rosen.

Wem dann erst einmal der Sinn nach einem süßen Frühstück steht, ist in Moritzberg genau richtig. Folgt einfach dem Duft von frisch gebackenem Kuchen. Er führt euch sicher direkt zum Café Moritz. In dem kleinen Café in der Dingworthstraße kommt ihr in den Genuss verschiedenster Torten und Blechkuchen, Eis und heißer Schokolade. Es gibt aber auch herzhafte Frühstücke mit Brötchen, Käse und Wurst. Und noch besser: Alle Produkte haben Bio- oder sogar Demeter-Qualität. Besonders gemütlich sitzt ihr im kleinen Garten des Cafés.

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Ein Spaziergang durch die schönsten Fachwerkstraßen

Ein Fachwerkhaus neben dem anderen, Rosen, die die Fassaden emporranken und mit Kopfstein gepflasterte Straßen: Das Godehardviertel in Hildesheim ist eine der idyllischsten Ecken der Stadt. Rund um die hochromanische St.-Godehard-Basilika findet ihr zahlreiche historische Fachwerkhäuser, eines schöner als das andere. Besonders sehenswert am Godehardsplatz ist das Wernersche Haus. Das denkmalgeschützte Renaissancehaus aus dem Jahre 1606 hebt sich mit seiner aufwendig gestalteten Fassade von den umliegenden Fachwerkhäusern ab. Das älteste erhaltene Fachwerkhaus in Hildesheim ist das Waffenschmiedehaus aus dem Jahr 1548. Heute ist hier in der Straße Gelber Stern das Neisser Heimatmuseum untergebracht. Ebenfalls sehenswert ist das Logenhaus der ehemaligen Dompropstei in der Keßlerstraße. „Erkenne dich selbst“ steht über der Eingangstür geschrieben und seit dem 18. Jahrhundert ist es Sitz der Freimaurerloge „Pforte zum Tempel des Lichts“. Einen wunderbaren Blick auf die Fachwerkstraßen habt ihr vom grünen Kehrwiederwall aus. Ein ideales Plätzchen, um sich nach einem Spaziergang durch die Stadt auf einer Picknickdecke auszuruhen und die Stille hier zu genießen.

Mitten in dieser romantischen Kulisse liegt das Café MyKoffje. In dem gemütlich eingerichteten Café von Sara und Swen Giebel könnt ihr euch durch verschiedene Kaffeesorten aus der Hildesheimer Rösterei DREIELF probieren oder hausgemachte Kuchen, Sandwiches und Suppen genießen – alles fair gehandelt und in Bio-Qualität. Das myKoffje ist seit 2020 Träger des Greentable Siegels für nachhaltige Gastronomie.

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Hohnsensee: Natur pur am Stadtrand von Hildesheim

Wie wäre es damit: Eure Füße planschen im erfrischend kühlen Wasser, in der Hand habt ihr einen kühlen Cocktail, und eine angenehme Sommerbrise rauscht durch die Bäume am Ufer. Für dieses Südsee-Feeling müsst ihr nicht stundenlang im Flieger sitzen, das könnt ihr auch an Hildesheims schönem Hohnsensee im Süden der Stadt genießen. Vor allem bei einem Spaziergang rund um den See. Der Weg führt euch direkt am Ufer entlang. Mit etwas Glück könnt ihr im Schilf brütende Enten und Gänse beobachten – und an ausgewiesenen Stellen könnt ihr euch natürlich auch selbst im See abkühlen.

Dank dem Restaurant Ahoi Steffen Henssler wird es euch auch kulinarisch am Hohnsensee an nichts fehlen. Frei nach dem Motto „Hauptsache Lecker“ gibt’s hier, neben dem Topseller Fish’n’Chips auch Burger, Shrimps’n’Chips und leckere Sushi Bowls – alles mit einer Prise Exklusivität von TV-Koch Steffen Henssler. Genießen könnt ihr die Leckereien auf der großen Terrasse mit Blick auf den See – der perfekte Ausklang für einen Tag am Hohnsensee.

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Magdalenengarten: Rosenoase mit Blick auf St. Michaelis

Wie das duftet! Tausende Rosen verströmen ihren Geruch, seltene Wilde Tulpen recken sich gen Himmel und auf der Streuobstwiese wiegen sich die Äste alter, wertvoller Obstbaumsorten im Wind. Ein Spaziergang durch den Magdalenengarten ist ein Fest für die Sinne. Und nicht nur das: Der Garten gehört zu den ältesten in Niedersachsen. Seine Geschichte ist eng mit der nur 300 Meter entfernten UNESCO-Welterbekirche St. Michaelis verbunden. Einst gehörte die Anlage zur Kirche, bis sie an das Kloster St. Magdalenen abgegeben wurde. Die Nonnen nutzten den Garten im 13. Jahrhundert zum Anbau von Obst und Gemüse, 1720 wurde er zu einem Barockgarten umgestaltet. Heute wachsen hier Heilkräuter, bunte Rosen und sogar Weinreben. Seit den 1990er-Jahren wird der Weinberg am Südhang des Magdalenengartens, der in Besitz des Hildesheimer Bischofs ist, vom Hildesheimer Weinkonvent bewirtschaftet. Das Schöne: Der Erlös jeder verkauften Flasche kommt dem Erhalt des Weinberges zugute. Also, cheers!

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Radtour zur Domäne Marienburg mit Hofcafé

Die Domäne Marienburg liegt südlich von Hildesheim direkt an der Innerste © Hildesheim Marketing GmbH
Die Domäne Marienburg liegt südlich von Hildesheim direkt an der Innerste © Hildesheim Marketing GmbH

Auch außerhalb der Hildesheimer Innenstadt gibt es wunderschöne Ecken, die Historisches und Schmackhaftes verbinden. Etwa 20 Fahrradminuten von der Hildesheimer Innenstadt entfernt liegt die Domäne Marienburg. Sie wurde 1346 bis 1349 vom Hildesheimer Bischof Heinrich III. von Braunschweig-Lüneburg als Trutzburg gegen die aufbegehrenden Bürger seiner Bischofsstadt erbaut. In den altehrwürdigen Mauern befinden sich heute ein Campus der Hildesheimer Universität – und ein bezauberndes Hofcafé mit einer riesigen Auswahl an Torten und Kuchen. Doch auch schon der Weg hierhin ist ein Genuss: Er führt über den Welterberadweg immer am Fluss Innerste entlang und zwischen weiten Feldern hindurch. Immer wieder lugt der Turm der Domäne Marienburg über den Feldern hervor und zwischen den Bäumen hindurch, was die Vorfreude auf das Ziel steigert. Dort angekommen habt ihr euch ein Stück Torte dann auch redlich verdient: Vom Kirschkuchen über Himbeer-Sahne-Torte bis hin zum Schokotraum mit Marzipan bleiben hier im Hofcafé keine Wünsche offen. Auch herzhafte Gerichte erwarten euch – und ein weiter Ausblick von den beiden Terrassen in die grüne Umgebung.

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Der Galgenberg: Schöne Aussichten auf Hildesheim

Einst war der Galgenberg im Osten von Hildesheim Ort schauriger Hinrichtungen. Heute befindet sich hier ein Naherholungsgebiet mit vielen ruhigen Plätzen und allerhand Sehenswertem. Da wäre zum einen der 20 Meter hohe Bismarckturm und zum anderen der Gelbe Turm mit seiner weithin sichtbaren Metallkonstruktion, die als Volkssternwarte dient. Jeden Freitagabend könnt ihr von hier aus einen Blick durch das 60-cm-Spiegelteleskop ins All werfen. Wer sich mehr für die weltliche Umgebung interessiert, ist auf den Wanderwegen am Galgenberg genau richtig. Sie führen euch zu zahlreichen Aussichtspunkten, die euch einen umfassenden Blick auf das Leinebergland gewähren.

Und wenn ihr nach eurem Spaziergang eine Stärkung benötigt, seid ihr im LewensLust Hildesheim genau richtig. Mitten im Wald gelegen, überzeugt das Restaurant durch seine raffinierten Gerichte vom Grill, vor allem Steaks aus den USA und Argentinien oder dry aged Steaks aus Irland stehen auf der Karte. Dazu werden edle Weine gereicht.

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Auf ein Bier ins alte Wasserwerk

13 verschiedene Biersorten gibt es aktuell von der Hildesheimer Braumanufaktur © Hildesheim Marketing GmbH 13 verschiedene Biersorten gibt es aktuell von der Hildesheimer Braumanufaktur © Hildesheim Marketing GmbH
13 verschiedene Biersorten gibt es aktuell von der Hildesheimer Braumanufaktur © Hildesheim Marketing GmbH

Unter der dunklen Holzdecke halten Stahlträger einen rostigen Flaschenzug. Schummrige Glühbirnen erhellen den Theken- und Ausschankbereich. Daneben lagern die kostbaren Zutaten: Auf einer Palette liegen Jutesäcke mit Malz, in einer Kühltruhe wird die Hefe aufbewahrt. Auf einer Art Podest stehen die Kessel und Behälter zur Bierherstellung. Seit 2016 liegt die Hildesheimer Braumanufaktur im wahrsten Sinne des Wortes an der Quelle. Jan Pfeiffer ist einer der Gründer der Bierbrauerei – er übernahm das Gelände des alten Wasserwerkes, um dort feinste Biersorten zu brauen. Vom Keller-Pils über Pale Ale bis hin zum Doppelbock ist hier für jeden das richtige Bier dabei – sogar ausgefallene Sorten, wie das Imperial Blackberry Stout mit Brombeeren. Und einige Biersorten sind namentlich eine Hommage an Hildesheim, wie das Godehard. Erleben könnt ihr die Biere nicht nur in den zahlreichen Restaurants in Hildesheim, sondern auch in der Brauerei direkt, zum Beispiel an ausgewählten Sommertagen im Biergarten oder in Form von Führungen, Tastings und Brauseminaren.

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So schmeckt Hildesheim: Eine kulinarische Zeitreise durch die Stadt

Frau Kommerzienrat und die Bäckersfrau aus der Neustadt zeigen euch, welche Spezialitäten ihr probiert haben solltet © Harald Kiesel
Frau Kommerzienrat und die Bäckersfrau aus der Neustadt zeigen euch, welche Spezialitäten ihr probiert haben solltet © Harald Kiesel

Was gibt es Besseres, als die kulinarischen Ecken einer Stadt mit einem Einheimischen zu erkunden, der sich bestens auskennt? In Hildesheim übernimmt diese Rolle unter anderem Frau Kommerzienrat. Edel gekleidet in ein ausladendes Kleid im Stil des 19. Jahrhunderts und mit adrettem Hut, führt sie euch durch die Straßen von Hildesheim zu den leckersten Orten der alten Domstadt. Währenddessen erzählt sie vom Leben der Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger und von den Spezialitäten, die bis heute schwer angesagt sind. Verköstigen ist natürlich erlaubt und sogar erwünscht!

Titelbild: © Hildesheim Marketing GmbH / Dagmar Schwelle

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