Ganz egal, ob ihr einen Tagesausflug plant oder mit dem Fahrrad in die Ferien aufbrecht – mit dem Zug seid ihr flexibel und vor allem auch nachhaltig unterwegs. Damit’s unterwegs richtig rollt, geben wir euch hier noch ein paar Tipps.

Lieber früher dran sein

Wusstet ihr, dass ihr schon bis zu sechs Monate vor eurer Reise ein Ticket für euch und das Fahrrad buchen können?

Auf bahn.de oder in der App DB Navigator klickt ihr dafür das Kästchen „Nur Verbindungen zur Fahrradmitnahme anzeigen“ an. So könnt ihr eure Fahrradkarte, die Stellplatzreservierung für den Fernverkehrszug und das digitale Ticket in einem Rutsch kaufen. Und als Frühbucher profitiert ihr im Fernverkehr zusätzlich von günstigen Sparpreisen. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn könnt ihr das Fahrrad übrigens in allen Intercity- und Eurocity-Zügen und in immer mehr ICE-Zügen auf speziellen Fahrradstellplätzen mitnehmen, müsst aber auf jeden Fall vorab reservieren.

Wenn ihr nicht im Fernverkehr unterwegs seid, sondern im Nahverkehr der Deutschen Bahn, dann könnt ihr eure Fahrradtageskarte online in diesem Ticketshop, am Automaten oder im DB Reisezentrum kaufen. Stellplätze sind im Nahverkehr nicht reservierbar. Alle Infos zur Fahrradmitnahme im Zug und zu den Tickets findest du auch auf www.bahn.de/fahrrad.

In den Fahrradstellplätzen könnt ihr eure Räder sicher abstellen
In den Fahrradstellplätzen könnt ihr eure Räder sicher abstellen – zum Beispiel im ICE 4 © Deutsche Bahn AG / Tobias Gromatzki

Last Minute im Fernverkehr

Für Kurzentschlossene, die eine Fernverkehrsverbindung nutzen möchten, gibt es die Expressreservierung. Auch wenn der Zug schon am Startbahnhof losgefahren ist, könnt ihr bis zu zehn Minuten vor der planmäßigen Abfahrt des Zuges am Einstiegsbahnhof reservieren, – sofern noch freie Fahrradstellplätze verfügbar sind. Die Expressreservierung ist in den DB Reisezentrum, DB Agenturen oder telefonisch unter 030 - 2970 möglich, nicht online. Ein Kauf von Fahrradkarten und Stellplatzreservierungen fürs Rad an Bord beim Zugbegleitpersonal ist nicht möglich.

Ob ihr das Fahrrad im Nahverkehrszug transportieren könnt, hängt davon ab, wie voll es bereits im Zug ist. Es gibt keine Stellplatzreservierung, sondern nur das Fahrradticket. Es werden so viele Radler mitgenommen wie möglich - wenn es eng werden sollte, hat die Sicherheit Vorrang. Eine Mitnahmegarantie für Fahrräder gibt es deshalb leider nicht. Bitte lasst Kinderwagen und Rollstühlen den Vortritt.  In einigen Regionen kommen auf stark befahrenen Strecken insbesondere an Wochenenden in den Sommermonaten zusätzliche Gepäckwagen zum Einsatz, damit Gedränge im Zug vermieden wird.  Besonders auf touristischen Strecken sind die Züge oft sehr voll. Daher ist es stets ratsam vorab zu prüfen, ob du wirklich an einem sonnigen Feiertag eine der viel befahrenden Strecken wählst oder lieber eine ruhigere Alternativroute suchst.

In den Nahverkehrszügen stehen euch spezielle Fahrradabteile zur Verfügung
In den Nahverkehrszügen stehen euch spezielle Fahrradabteile zur Verfügung © Deutsche Bahn / Pablo Castagnola

Ausnahmen bestätigen auch bei der Bahn die Regel, deshalb ist es wichtig zu wissen: Die Fahrradmitnahme in Nahverkehrszügen ist in den Verkehrsverbünden unterschiedlich geregelt. In einigen gibt es Sperrzeiten für den Radtransport, z.B. im Berufsverkehr.  Außerdem weichen die Preise für die Fahrradmitnahme in den Verbünden in der Regel von den Tarifen der Deutschen Bahn ab. Den Tarif deines Verbundes findest du auf  bahn.de

Gewusst wie: einsteigen, sortieren, aussteigen

Vergleicht am Bahnsteig rechtzeitig vor der Einfahrt des Fernverkehrszuges die Wagennummer des reservierten Fahrradstellplatzes mit der Wagenreihung. Denn die Fahrradstellplätze sind nicht immer am Ende des Zuges, sie können auch auf mehrere Wagen verteilt sein. Der Wagenstandanzeiger am Bahnsteig zeigt an, in welchem Abschnitt sich die Zugteile mit Fahrradsymbol befinden. Die Apps DB Navigator und DB Bahnhof informieren über die jeweilige Wagenreihung.

So könnt ihr euch am Bahnsteig richtig positionieren – und vermeidet Hektik und Stress beim Einsteigen in den Fernverkehrszug. Tipp: Um das Einladen und Abstellen des Fahrrads zu erleichtern, nehmt Gepäckstücke wie Satteltaschen schon vor Einfahrt des Zuges vom Fahrrad ab.

Vor der Einfahrt des Zuges solltet ihr checken, wo sich der Zugteil mit den Radstellplätzen befindet © Deutsche Bahn AG

Auch im Nahverkehr findet ihr meist Platz fürs Rad. Viele dieser Züge sind mit Mehrzweck-Abteilen für Rad und Radelnde ausgerüstet. Das Fahrradsymbol außen am Fahrzeug weist euch den Weg. In der Regel befinden sich diese Abteile am Zuganfang oder -ende. Zudem können Fahrräder in den Einstiegsbereichen der Nahverkehrszüge abgestellt werden – achtet dann aber unbedingt darauf, andere Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen nicht zu behindern. Am besten besprichst du dich mit den anderen Radlern im Zug ab, wer wann aussteigt. So könnt ihr um Gedränge zu vermeiden, die Fahrräder in der Reihenfolge der jeweiligen Ausstiegsstationen sortieren.

Mit den Fahrradbeförderungsmöglichkeiten der Deutschen Bahn steht einem entspannten Radurlaub nichts mehr im Weg © Deutsche Bahn AG / Arne Lesmann

Radferien ohne eigenes Bike

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist Mobilitätspartner der Deutschen Bahn und empfiehlt euch auf www.adfc-radtourismus.de zahlreiche Routen und Radregionen und gibt außerdem Tipps zur Bahnanreise und E-Bike-Mietstationen entlang der Strecken. Statt das eigene Fahrrad mitzunehmen, leiht euch doch einfach mal ein Rad aus, zum Beispiel ein E-Bike. So könnt ihr lange Touren bequem radeln, mehr entdecken und es mit jedem Hügel und jeder steifen Brise aufnehmen – und reist nur mit kleinem Gepäck. Für den Nordosten Deutschlands gibt es die App „DB Ausflug“, die nur Fahrradtouren mit einem entsprechenden Fahrradverleih an der Strecke vorschlägt.

Angekommen am Zielort könnt ihr euch gleich auf den Sattel schwingen – viel Spaß bei eurer Radtour
Angekommen am Zielort könnt ihr euch gleich auf den Sattel schwingen – viel Spaß bei eurer Radtour © Deutsche Bahn AG / Georg Wagner

Titelbild: Mit dem Rad in den Urlaub – auch der ICE 4 verfügt über reservierbare Fahrradstellplätze © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

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