Tiefgrüne Wälder, üppige Bergwiesen, markante Gesteinsformationen, idyllische Bachläufe: Im sächsischen Erzgebirge erwartet Dich eine unberührte, großartige Natur. Sehr gut erkunden lässt sich ihre Schönheit auf einer neuen Mountainbike-Strecke. Die insgesamt 140 Kilometer lange BLOCKLINE führt die ganze Radler-Familie auf mehreren Etappen tief hinein in eine naturnahe Welt voller Freiheit und Abenteuer, wie man sie in Kanada oder Neuseeland eindrucksvoller nicht finden kann – das ganze nur eine kurze Anreise von Dresden oder Berlin entfernt.

Die Farbenpracht auf der Bergwiese ist überwältigend. Feuerlilien leuchten in einem knalligen Orange, goldgelb grüßt der Huflattich, blau die Teufelskralle, in Purpur der Waldstorchschnabel. Aus dem Grün zirpt und zwitschert es nach Herzenslust, neben Vögeln und Insekten haben im nahen Wald auch Dachse, Luchse und Rothirsche ihr Zuhause. Im Erzgebirge macht der Freistaat Sachsen seinem Beinamen „Wilder Osten“ alle Ehre. Die Höhenzüge an der deutsch-tschechischen Grenze sind Refugium für eine reichhaltige Flora und Fauna, hier fühlen sich seltene Tierarten genauso wohl wie Urlauber, die in gesunder Natur sportlich aktiv sein wollen. 

Für große und kleine Entdecker ist die neue BLOCKLINE-Radroute gedacht, die in mehreren Etappen 140 Kilometer weit durch dieses vielfältige Naturparadies führt. Man radelt dabei per Mountainbike mitten hinein ins Herz des Erzgebirges und erfährt in den dichten Wäldern viel über die DNA dieses Höhenzugs. Schon zur Zeit des Erzabbaus spielte der Rohstoff Holz hier eine wichtige Rolle, die mächtigen Baumstämme waren unabdingbar in Sachen Flößerei, Köhlerei und Werkzeugbau. Nach dem Niedergang der Erzindustrie wurden Holzverarbeitung und filigrane Holzkunst zum wichtigsten Standbein, haben Menschen und Region nachhaltig geprägt. Hölzernes Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge ist längst weltweit Kult.

Schilder mit grünem B auf gelbem Grund weisen den Weg

Bis heute erinnern rustikale Blockhütten in den tiefen Wäldern an eine nordamerikanische Wildnis, dem Holz-Business wurde auch der Name BLOCKLINE entlehnt. Die neue Radroute liegt im Osten des Mittelgebirges zwischen der Holzkunststadt Seiffen und der Bob-Hochburg Altenberg und verläuft als Rundkurs entgegen dem Uhrzeigersinn. Auf der gesamten Strecke von 140 Kilometern Länge sind 2500 Höhenmeter zu überwinden. Die Route ist sorgsam ausgeschildert, zahllose Schilder mit einem dunkelgrünen B auf gelbem Grund weisen den Weg. Neun Stationen, ausgestattet mit liebevoll gefertigten Skulpturen aus Holz, dienen als ideale Startpunkte, man kann aber auch überall im Lauf der Strecke einsteigen.  

Im Durchschnitt sind Familien hier zwei bis vier Tage unterwegs, wobei die Tagesetappen natürlich frei wählbar sind. Das bietet genügend Möglichkeiten, auch die reizvolle Umgebung und Attraktionen rund um die Strecke zu erkunden. Zur Übernachtung stehen die BLOCKLINE-Inn’s bereit, die voll und ganz auf bikende Familien eingestellt sind. Darunter finden sich Unterkünfte aller Art und Preisklassen, von der Jugendherberge Altenberg bis hin zum Hotel Erbgericht in Seiffen. Dort können auch Mountainbikes inklusive E-Bike geliehen werden, es gibt natürlich auch Ladestationen. Außerdem hilft man in Werkstätten gerne mit Reparaturen und Reparatur-Sets aus, falls es mal eine kleine Panne gegeben hat. Toll: Drei Loop genannte Etappen, zwischen 55 und 62 Kilometer lang, bieten sich als besonders für Familien geeignete Tagestouren an. 

Loop Sayda – Seiffen, 66 km,
1240 Höhenmeter

Wasser, Wälder, blühende Wiesen: Diese Landschaft könnte aus einem Mark Twain-Roman stammen. Von der gemütlichen kleinen Bergstadt Sayda mit ihrer spätgotischen Hallenkirche führt die BLOCKLINE unter anderem durch duftende Teichwiesen voller Bärwurz, Arnika und Orchideenarten, in den Gewässern leben Bergmolche sowie Grasfrosch und Erdkröte. Im nahen Neuhausen lockt eine Pause im ersten Nussknackermuseum Europas, in dem tausende der bunten Kerle mit hartem Kiefer ausgestellt sind. Das angeschlossene Technische Museum „Alte Stuhlfabrik“ erzählt bildreich die Geschichte des Stuhlbaus in der Region. Ein einmaliges 360-Grad-Panorama genießt man dann vom Schwartenberg, mit 787 Metern einer der höchsten Gipfel ringsum. Der Ort Seiffen schließlich hat als „Spielzeugmacherdorf des Erzgebirges“ weithin Bekanntheit erlangt – es gibt wohl kaum einen Haushalt in Deutschland, der nicht mindestens einen Räuchermann oder eine hölzerne Pyramide aus der kleinen Erzgebirgsstadt besitzt. 

Loop Altenberg – Hermsdorf, 53 km,
1140 Höhenmeter 

Auf dieser Route geht es durch eine besonders schöne und unberührte Natur. Ein lohnender Zwischenstopp ist etwa die gut 800 Meter hohe Steinkuppe: An der Nordseite der Erhebung liegt seit langem eine Dachshöhle, deren Bewohner man mit etwas Glück und einem Fernglas gut vom Gipfel aus beobachten kann. Später lockt das Georgenfelder Hochmoor mit seiner einzigartigen Vegetation, Moosbeere, Sonnentau, Siebenstern, Heidelbeere und Heidekraut leuchten hier um die Wette. Ein wahres Naturparadies ist auch das liebliche Weißbachtal mit seinen unberührten Bergwiesen. Und schließlich geleitet die BLOCKLINE die Radler zum Kannelberg, mit 805 Metern über N.N. eine der höchsten Erhebungen im Landkreis Mittelsachsen. Weil ein Felsen an seinem Fuß an ein feuerspeiendes Fabelwesen erinnert, wird er auch Drachenkopf genannt – wegen seiner dichten Bewaldung diente das Gebiet einst als wichtige Holzquelle, heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel und im Winter Austragungsort von Schlittenhunderennen. 

Loop Frauenstein – Blockhausen, 52 km,
1010 Höhenmeter 

Vom kleinen Ort Frauenstein, dessen Burgruine alljährlich Bühne für Theater, Live-Musik und Showeinlagen beim Mittelsächsischen Kultursommer (Miskus) ist, führt der BLOCKLINE-Radweg ins Gimmlitztal. Einst klapperten hier 23 riesige hölzerne Räder von Wassermühlen, von denen einige heute noch funktionsfähig sind, so wurde etwa die Weicheltmühle als Technisches Denkmal erhalten. Später erreichen die Radler das Walderlebnis-Zentrum Blockhausen, eine urige Holzhaussiedlung beim Ort Mulda. Ab 1996 wurden hier große Blockhütten im kanadischen Stil errichtet, die heute u.a. Speis und Trank sowie Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Ein Highlight vor Ort ist der längste Tisch der Welt: Aus einem 120-jährigen, vom Borkenkäfer befallenen Fichtenstamm entstand das 39,80 Meter lange Möbel, Füße und Verstrebungen wurden aus den Ästen gefertigt. Anno 2008 nahmen 170 Personen zum Tag des Traditionellen Handwerks am Tisch Platz, später wurde er ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Seine Überdachung wird von 24 hölzernen Statuen getragen – genauso wie weitere phantasievolle Standbilder wurden sie von Kettensägenkünstlern gefertigt, die hier alljährlich mit ihren kreischenden Werkzeugen zum Internationalen Huskycup antreten.

Viel Service für BLOCKLINE-Radler

Wer die neue Route unter die Räder nehmen und all diese Attraktionen sehen will, kann sich dafür jede Menge Unterstützung sichern. Neben der sorgsamen Ausschilderung gibt es zum Beispiel ein dickes BLOCKLINE-Starterpaket, das u.a. ein Entdecker-Abenteuerhandbuch, ein Schlauchtuch und viele Tipps für unterwegs enthält. Dabei gilt es allerlei Rätsel zu lösen, als Belohnung winkt dann ein spannendes Spiel für zuhause direkt aus der Region – zum Träumen von der spannenden Tour und als Anreiz, bald wiederzukommen.

Zumal es rund um die Strecke viele weitere Highlights für kleine und große Entdecker zu erkunden gibt, auch wenn dafür hier und da ein kleiner Umweg notwendig ist. Abwechslung vom Radeln bieten zum Beispiel das Spielzeugmuseum in Seiffen, die Altenberger Sommerrodelbahn, die Kletterwelt Erzgebirge in Pockau, die Kids Arena in Marienberg, die "terra mineralia" in Freiberg oder das Bergbaumuseum MiBERZ in Dippoldiswalde. Auf www.blockline.bike gibt es GPS-Daten zum Download, Infos zu den Etappenorten sowie den Erlebnissen am Wegesrand. Alles bereit also für das große Familienabenteuer.

Die BLOCKLINE-Region im Osten des Erzgebirges ist schnell und bequem erreicht. Dresden etwa liegt mit dem Auto nur 45 Minuten, Leipzig knapp zwei Stunden, Erfurt etwa zweieinhalb und Berlin oder Magdeburg drei Stunden entfernt. Im Westen sind alle Bahnhöfe zwischen Mulda (Sachsen) und Holzhau (Skilift) zum Einstieg in die Radroute geeignet, im Osten der Strecke empfehlen sich die Bahnhöfe von Geising und Altenberg.

Titelbild: Die BLOCKLINE-Loops im Erzgebirge sind ein sportliches Abenteuer für die ganze Familie © Felix Meyer

In Zusammenarbeit mit Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH

Hochkultur, großartige Landschaften wie das Erzgebirge oder die Sächsische Schweiz, tolle Städte wie Dresden und Leipzig sind nur ein paar der vielen guten Gründe für einen Urlaub in Sachsen.

 

Finanziert mit Mitteln des Freistaats Sachsen

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