Am besten lässt sich das wunderschöne Sachsen auf dem Rad oder zu Fuß erkunden. Unzählige Wander- und Radrouten durchqueren die Landschaft und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dem Wasser ganz nah entlang der Elbe, hoch hinaus in der Sächsischen Schweiz, sanft hügelig im Vogtland,... Gern stellen wir euch die schönsten Touren vor.

Wandern in Sachsen

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Der Malerweg – Ein Weg wie gemalt

Länge: 112 Kilometer
Start- und Zielort: Liebethal (Pirna) – Pirna Markt

Durch welche Region führt der Malerweg?

Der Malerweg führt euch einmal quer durch das beliebte Elbsandsteingebirge.

Was erwartet euch?

Zu Recht zählt der Malerweg zu den beliebtesten Wanderrouten Deutschlands. Er führt durch das Elbsandsteingebirge, das bereits viele Künstler und Schriftsteller inspirierte und magisch anzog. Sein historischer Wegverlauf vereint auf unvergleichliche Weise Natur, Wandern und Kultur. Es geht entlang der Elbe, wo die Landschaft morgens häufig in einen mystischen Dunst gehüllt ist. Löst dieser sich auf, wird das Ausmaß der Schönheit sichtbar: bizarre Sandsteinformationen und bezaubernde Dörfer so weit das Auge reicht.

Die Route teilt sich in acht Etappen auf, jede hat ihre eigenen Highlights. Unvergesslich ist das steinerne Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz: die Basteibrücke. Dank des gut ausgebauten Verkehrsnetzes ist der Einstieg zum Wandern am Malerweg übrigens an jedem Ort unkompliziert möglich.

Ihr fragt euch, woher der Weg seinen Namen hat? Die Antwort gibt unter anderem der berühmte Maler Caspar David Friedrich, der sich auf seinen Wanderungen durch die Region gern inspirieren ließ. Und sicher ist: Die Bilder der vor Hundert Millionen Jahren von der Natur geschaffenen Landschaft aus steilen Felsen, tiefen Schluchten und blickdichtem Wald werdet auch ihr nicht mehr aus dem Kopf kriegen.

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Qualitätsweg Kammweg – Wandern als Grenzerfahrung

Länge: 289 Kilometer
Start- und Zielort: Geising im Osterzgebirge – Blankenstein in Thüringen

Durch welche Regionen führt der Kammweg?

Auf 17 Etappen führt euch der Kammweg durch das Erzgebirge und das Vogtland bis an die Grenzen Bayerns und weiter nach Thüringen – stets entlang der böhmischen Grenze.

Was erwartet euch?

Die Route startet in Altenberg-Geising und schlängelt sich von dort über die Höhen des Erzgebirges. Später durchquert ihr den Musikwinkel im Vogtland, grüßt Bayern kurz und erreicht schließlich das thüringische Blankenstein. Der Weg führt auf dem Erzgebirgskamm über ungeahnte Höhen und lässt in die tief eingeschnittenen Täler blicken – manch eines ist mit klaren Bächen gefüllt. Quasi zwischen Himmel und Kammweg schaut ihr über tausend Kuppen, habt von hier den besten Einblick in gut erhaltene Dörfer und lauscht dem Rauschen des Windes und der Bäche.

Dabei passiert ihr viele Orte, die zu einer Rast einladen. Wie das Spielzeugdorf Seiffen mit seiner langen Holzdrechseltradition, die einst vom Kupferabbau beherrschte Saigerhütte oder der 1215 Meter hohe Fichtelberg in Oberwiesenthal. Egal, wo ihr einsteigt – der Kammweg hält auf seinen 17 Etappen viele Highlights bereit, die bestaunt werden wollen.

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Qualitätsweg Vogtland Panorama Weg® – Wandervergnügen mit Bilderbuchaussichten

Länge: 225 Kilometer
Start- und Zielort: Rundweg, beginnend und endend an der Göltzschtalbrücke bei Mylau

Durch welche Region führt der Panorama Weg?

Der Vogtland Panorama Weg® führt euch – wie der Name schon verrät – durch die zauberhafte Landschaft des Vogtlandes.

Was erwartet euch?

Schon der Beginn der Route ist spektakulär: Frisch in den Wanderschuhen startet ihr an der Göltzschtalbrücke, der größten Ziegelsteinbrücke der Welt. Atmet noch einmal tief durch und lauscht dem Plätschern der Göltzsch, schaut in die Ferne und tankt Kraft für die erste der insgesamt 12 Etappen, auf die sich der Vogtland Panorama Weg® aufteilt.

Und er könnte dabei vielfältiger kaum sein: 280 Mal wechselt das Panorama und die Landschaft zeigt sich in neuem Kleid. Das Elstertal, die Plauener Spitzenstickereien, die Talsperre Pirk, die Kurorte Bad Elster mit seinen Thermalquellen und Bad Brambach mit seiner Radonquelle, die Städte Markneukirchen und Klingenthal mit der höchsten Dichte an Werkstätten des handwerklichen Musikinstrumentenbaus, der Raumfahrt-Ort Morgenröthe-Rautenkranz mit dem Deutschen Raumfahrtmuseum, die hoch in den Himmel ragende Skisprungschanze in der Vogtland Arena und, und, und… Hier gibt es so viel zu entdecken!

Übrigens: der Vogtland Panorama Weg® war der erste ostdeutsche Wanderweg, welcher 2005 das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ erhielt. Wer seinem Weg folgt, wird verstehen, warum. Mehr Infos zum Weg findet ihr hier.

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Oberlausitzer Bergweg – Wandern im Dreiländer-Eck

Länge: 112 Kilometer
Start- und Zielort: Neukirch/Lausitz – Zittau

Durch welche Region führt der Oberlausitzer Bergweg?

Der Name verrät es bereits: Es geht durch die Oberlausitz.

Was erwartet euch?

Auf dem Oberlausitzer Bergweg erwartet euch eine spannende Route durch das Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien. Weite Blicke über Bergwipfeln und tiefe Täler – auf dieser Strecke zeigt sich Sachsen von seiner wildromantischen Seite. Zwischendurch passiert ihr gemütliche Ortschaften mit den traditionellen Oberlausitzer Umgebindehäusern.

Vom Töpferort Neukirch aus schlängelt sich der Weg durch das Oberlausitzer Bergland, wo mehrere Aussichtstürme auf euch warten und fantastische Fernsichten versprechen. Weiter östlich wandert ihr bis zum Nationalpark Zittauer Gebirge mit seinem bizarren und faszinierenden Sandsteinformationen. Zeit zum Staunen! Waghalsige und Geübte können hier zudem ihre Kletterkünste unter Beweis stellen. Die höchsten Gipfel des Gebirges sind der Hochwald und die Lausche, von denen aus die umliegende Landschaft in aller Ruhe bewundert werden kann. Bevor ihr euch auf die Zielgerade begebt, stattet der Burg- und Klosterruine auf dem Berg Oybin einen Besuch ab – und wenn die Kräfte nachlassen, bringt euch die romantische Zittauer Schmalspurbahn zum Ziel.

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Sächsischer Weinwanderweg – Gold in der Kehle, Elbe im Blick

Länge: 88 Kilometer
Start- und Zielort: Pirna – Diesbar-Seußlitz

Durch welche Region führt der Weinwanderweg?

Die Route führt entlang des Elbtals und vorbei an der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden.

Was erwartet euch?

Eine echte Genusswanderung! Der Sächsische Weinwanderweg führt euch von Pirna aus durch das sächsische Elbtal, oftmals ganz nah an der Elbe, stets begleitet von faszinierender Weinkultur. Seit über 850 Jahren wird hier auf engem Raum mit viel Leidenschaft Wein angebaut. Mitten in Sachsen bekommen Wanderer oftmals den Eindruck, durch mediterrane Landschaften zu schlendern – überall Reben. Und irgendwie scheinen hier auch die Uhren anders zu ticken: viel Ruhe, keine Hektik, purer Genuss!

Bei jedem Schritt durch die hohen, weinbehangenen Berge wandert der Blick über das Elbtal: zu den Tafelbergen des Elbsandsteingebirges hinter Pirna, zur Weinbergkirche in Pillnitz, auf die berühmte Altstadtsilhouette von Dresden mit Frauenkirche, Residenzschloss, Hofkirche, Zwinger und Semperoper, auf die Albrechtsburg und den Meißner Dom oder hinunter in die weiten Auen am Ufer der Elbe Richtung Diesbar-Seußlitz.

Nicht vergessen: Zwischendurch die müden Beine hochlegen und ein Glas Wein genießen! Am besten Goldriesling, denn diese Rebsorte wird nur hier angebaut. Möglichkeiten zur Einkehr gibt es viele und nach einer Genusspause wandert es sich umso leichter.

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Lutherweg – Den Alltag hinter sich lassen

Länge: 550 Kilometer
Start- und Zielort: Rundtour, beginnend und endend in Bad Düben

Durch welche Region führt der Lutherweg

Der Lutherweg durchkreuzt die vielfältigen Landschaften der Leipziger Region.

Was erwartet euch?

Begebt euch entlang des Lutherwegs auf eine spirituelle Reise! Ihr wandert auf den Spuren von Martin Luther, quer durch die reizvolle Burgen- und Heidelandschaft. Einst sagte der Initiator der Reformation: „Es tut gut, sich von dem, was täglich belastet, frei zu machen.“ Ein Leitsatz, den viele Wanderer befolgen und sich auf den insgesamt 27 Etappen voll und ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Das fällt bei der Schönheit des Weges wirklich nicht schwer.

Eine besondere Station ist etwa Torgau: Im 16. Jahrhundert war Stadt das politische Zentrum der Reformation und noch heute eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands. Aber auch die Klosterruine Nimbschen bei Grimma, Leisnig, wo Luther das älteste Sozialpapier der Welt schrieb, Borna mit seiner spektakulären Emmauskirche oder die Dorfkirche Löbnitz mit der deutschlandweit größten Bilderdecke sind Höhepunkte entlang der Route. Größtenteils verläuft der gut gekennzeichnete Wanderweg beschaulich, in Leipzig wird er zur pulsierenden Lebensader. Authentischer als auf dem Lutherweg lässt sich die sächsische Reformationszeit nicht erwandern.

Radfahren in Sachsen

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Elberadweg – der Star unter den deutschen Radwegen

Länge: 180 Kilometer (in Sachsen)
Start- und Zielort: Reinhardtsdorf-Schöna – Dommitzsch

Durch welche Region führt der Elberadweg?

Ihr fahrt mit dem Rad quer durch Sachsen, immer entlang der Elbe. Dabei durchquert ihr viele schöne Landschaften, allen voran das Elbsandsteingebirge.

Was erwartet euch?

Der Elberadweg ist eine hervorragend ausgebaute Radstrecke, welche in Sachsen zumeist links und rechts der Elbe verläuft. Er zählt unter Radfreunden zu den beliebtesten Routen– kein Wunder, bietet er doch eine unvergleichliche Fülle an Kultur und Natur. Seine gesamte Länge erstreckt sich von der Elbquelle in Tschechiens Riesengebirge bis zu seiner Elbmündung in die Nordsee bei Cuxhaven.

Besonders schön und abwechslungsreich jedoch präsentiert sich die Radstrecke im sächsischen Abschnitt. Herrliche 180 Kilometer mit vielen Highlights: Dramatische Felsformationen der Sächsischen Schweiz im Osten, die am Elbhang gelegenen Elbschlösser Eckberg, Lingner und Albrechtsburg und Radebeul mit dem wohl schönsten Dorfanger im Stadtteil Altkötzschenbroda. Von hier erstreckt sich das flache Asphaltband beeindruckend entlang der malerischen Hügelkuppen des Meißner Spaargebirges mit den vielen weinbewachsenen Hängen. Es gibt so viele Stationen, die malerischer kaum sein könnten – und etliche Rastmöglichkeiten, um das Gesehene Revue passieren zu lassen.

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Oder-Neiße-Radweg – Grenzgänger durch sächsische Kulturgeschichte

Länge: 155 Kilometer in Sachsen
Start- und Zielort: Zittau – Guben

Durch welche Region führt der Oder-Neiße-Radweg?

Auch hier verrät der Name schon die Region: Entlang der Neiße geht es an der östlichen Grenze Deutschlands bis zur Oder.

Was erwartet euch?

Entlang der Flüsse Neiße und Oder, welche die natürliche Grenze zum Nachbarland Polen markieren, rollt ihr auf weitgehend flachen gut ausgebauten Strecken dahin. Die hohe Qualität der Radwege ist aber bei weitem nicht der einzige Grund für die Beliebtheit des Oder-Neiße-Radweges: Die blau glitzernde Oberfläche der Flüsse ist euer ständiger Begleiter, grün leuchten die Neißeauen und sanft rauschen die Wälder an euch vorbei. Hier zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite!

Hinzu kommt eine reiche Kulturgeschichte, die sich bei einer Radtour in dem Gebiet erfahren lässt. So könnt ihr entlang der Stecke unter anderem eines der ältesten Zisterzienserinnenkloster in Ostritz bewundern, in Zittau die Kirche zum Heiligen Kreuz, das ehemalige Franziskanerkloster mit den Fastentüchern und Kunstschätze von unermesslichem Wert bestaunen oder in Görlitz mit seinen rund 4.000 Baudenkmälern eine Hauch von Hollywood genießen. Und nicht zuletzt führt der Weg am Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau vorbei, der zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Ein Tipp für Reisende mit Kindern: Der Freizeitpark „Kulturinsel Einsiedel - Die Geheime Welt von Turisede“ ist ein Riesenspaß für die Kleinen und definitiv eine Rast wert.

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Spreeradweg – Radvergnügen im Land der Sorben

Länge: 120 Kilometer in Sachsen
Start- und Zielort: Spreequelle am Kottmar – Spremberg

Durch welche Region führt der Spreeradweg?

Los geht‘s im Oberlausitzer Bergland, dann über die, durch die UNESCO geschützten, Heide- und Teichlandschaften der Oberlausitz bis ins Lausitzer Seenland.

Was erwartet euch?

Für den Startschuss eurer Tour auf dem Spreeradweg geht‘s hoch hinaus: Der Startpunkt befindet sich auf dem Kottmar, wo die Oberspree entspringt. Zugegeben: Etwas mühsam ist der Radweg hier schon, man muss kräftig in die Pedale treten, aber es lohnt sich! Die Luft des Buchenwaldes ist so klar wie die Quelle. Auch die malerischen Landschaften, die an euch vorüberziehen, entschädigen allemal. Unterwegs verzaubern die Körse Therme bei Kirschau, die Umgebindehäuser rund um Schirgiswalde und Bautzens Türme.

Und wer schließlich in die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft hineinrollt, vergisst die Strapazen schnell. Schnurgerade führt der Spreewaldweg von nun an ins Lausitzer Seenland. Eine erstaunliche Landschaft: Einst gruben Menschen tiefe Tagebaulöcher ins Erdreich, heute tummeln sich Aktivurlauber und Wassersportler in und auf den glasklaren Seen. Hier gibt es etliche schöne Plätze für eine erholsame Verschnaufpause.

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Neuseenland-Radroute – Seen-Hopping rund um Leipzig

Länge: 100 Kilometer
Start- und Zielort: Rundweg, zum Beispiel beginnend und endend in Dreiskau-Muckern

Durch welche Region führt die Neuseenland-Radroute?

Es geht in das Leipziger Umland, zu neun von den insgesamt 19 neuen Seen in den ehemaligen Kraterlandschaften der Braunkohleförderung.

Was erwartet euch?

Eine Radtour, für die eine gewisse Grundkondition nötig ist, die euch aber mit neun traumschönen Seen belohnt. Ein Einstieg in die Rundstrecke ist überall möglich, ein beliebter Ort ist bei Leipzigern der nahegelegene Cospudener See mit seiner hübschen Marina, der über eine naturnahe, zumeist autofreie Route erreichbar ist. Hier, wie auch am Markkleeberger, Störmthaler, Zwenkauer und Hainer See gibt es trotz deren junger Geschichte vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

Die Radtour ist vor allem im Sommer ein absolutes Highlight – nach einigen Kilometern und zwischendurch immer wieder lädt das glasklare frische Wasser zu einer Abkühlung ein. Wer noch Energie übrig hat und Lust auf Action hat, probiert das Wildwasserrafting im Kanupark Markkleeberg, taucht im See oder übt sich im Kitesurfen oder Kopfstehen in der Achterbahn des Freizeitparks Belantis – die Angebote könnten vielfältiger kaum sein. Kulturinteressierte unternehmen einen Ausflug auf die VINETA, eine schwimmende Insel, nach Borna mit seiner historischen Altstadt und der umgesetzten Emmauskirche, zur Wiprechtsburg oder zum barocken Schloss Wiederau. Hier findet ihr mehr Infos zu dieser erlebnisreichen Route durchs Leipziger Umland!

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Musikantenradweg – Eine Reise für die Sinne

Länge: 115 Kilometer
Start- und Zielort: Rundweg, beginnend und endend in Adorf

Durch welche Region führt der Musikantenradweg?

Es geht durch den idyllischen vogtländischen Musikwinkel.

Was erwartet euch?

Macht euch bereit für einen Radweg, auf dem ihr die wichtigsten Orte des traditionellen Musikinstrumentenbaus durchfahrt. Eine Route für alle Sinne! Los geht‘s im kleinen Städtchen Adorf, der Heimat des berühmten Orgelbauers Trampeli. Im Nu erreicht ihr Markneukirchen, das Zentrum des deutschen Musikinstrumentenbaus und seit 300 Jahren bekannt für das meisterliche Handwerk. Klingt spannend? Dann plant für diese Station etwas mehr Zeit ein, hier befindet sich ein faszinierendes Musikinstrumenten-Museum.

Den „Balkon des Vogtlands“ lernt ihr in Schöneck kennen. Macht Bekanntschaft mit der Geschichte der Mundharmonika sowie des Akkordeons in Klingenthal und dem Nachbarort Zwota. Hier wartet ein weiteres Highlight auf euch, das ausnahmsweise weniger mit Musik zu tun hat: Die Vogtland-Arena, die Skisprung-Fans aus aller Welt schätzen. Übrigens, für die Route sind E-Bikes sehr zu empfehlen, das werdet ihr spätestens merken, wenn es nach Erlbach geht. Auf einer Höhe von 900 Metern wird hier fleißig an der Herstellung neuer Musikinstrumente gearbeitet. Über 30 Handwerksbetriebe dürfen bestaunt werden. Von hier aus geht es entspannte 14 Kilometer auf dem traumhaften Schwarzbachtal-Radweg zurück nach Adorf – ein besinnlicher Ausklang einer musikalischen Reise.

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Meißner 8: Romantische Täler und weite Felder

Durch welche Region führt die Meißner 8?

Der Radweg hat den Namen seiner Form zu verdanken: Die Meißner 8 besteht aus einer Nord- und einer Südroute, die zusammengesetzt eine Acht ergeben. Die Route führt auf gut fahrbaren Strecken entlang der linkselbischen Täler und der Lommatzscher Pflege.

Nordroute

Länge: 36 Kilometer
Start- und Zielort: Rundweg, beginnend und endend in Meißen

Was erwartet euch?

Los geht‘s am Meißner Bahnhof: Macht euch gefasst auf eine kleine Tour durch die Altstadt. Danach fahrt ihr über die Eisenbahnbrücke und habt einen schönen Blick auf die Elbe und die Porzellanstadt. Zugegeben: Ab hier wird es kurzzeitig etwas holprig. Um nach Semmelsberg zu kommen, führt kein Weg an der kleingepflasterten Staatsstraße 83 vorbei. Dafür erwarten euch auf der restlichen Strecke naturbelassene oder gut asphaltierte Wege.

Interessante Stationen im weiteren Verlauf sind unter anderem das Viadukt in Robschütz, das Bahnmuseum Löthain, einige Bahnhöfe der historischen Schmalspurbahn, das Gut und Steinbruch Leutewitz, die Doppelbrücke Zöthain sowie das Germanische Gräberfeld Prositz. Im wahrsten Sinne des Wortes wird die Route durch die letzte Station an der Klosterruine Heilig Kreuz abgerundet.

Südroute

Länge: 37 Kilometer
Start- und Zielort: Rundweg, beginnend und endend in Meißen

Was erwartet euch?

Die Südroute beginnt ebenfalls am Bahnhof in Meißen. Von dort aus lernt ihr auf Rädern viele wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen – zum Beispiel die Albrechtsburg mit Dom, die Nikoleikirche sowie die weltberühmte Porzellan-Manufaktur. Der Streckenstart ist identisch mit dem der Nordroute: Es geht nach Semmelsberg, von wo aus die beiden Routen der Meißner 8 aber in unterschiedliche Richtungen führen.

Die Südroute schlägt den Weg nach Taubenheim ein. Von dort geht es weiter nach Sora, Klipphausen, durch das Prinzbachtal, Constappel und wieder zurück nach Meißen. Aber nicht zu eilig, zwischendurch wollen Götterfelsen, Pechsteinklippen und historische Mühlen bewundert werden.

Titelbild: Blick ins Erzgebirge © Ingo Hübner