Dass Sachsen-Anhalt die schönsten Reiseziele für große Besucher bietet, steht außer Frage: Das riesige Angebot an Sehenswertem beginnt beim urbanen Charme bunter Metropolen und hört beim Zauber der UNESCO-Welterbestätten noch lange nicht auf. Ebenso attraktiv ist das Bundesland aber auch für die kleinen Gäste, junge wie ältere Kinder sowie ganze Familien finden hier zahllose Attraktionen. Schon mal ein Trojanisches Pferd bestiegen, oder per Seilbahn zum Hexentanzplatz geschwebt? Wir nennen fünf echt familiäre Ausflugsziele für Groß und Klein.

Stendal

Die 39.000-Einwohner-Stadt liegt westlich der Elbe in der südöstlichen Altmark, etwa 55 Kilometer nördlich von Magdeburg. Das Winckelmann-Museum befindet sich in der Innenstadt, an der Stelle des Geburtshauses von Johann Joachim Winckelmann.

Magdeburg

Die an der Elbe gelegene Hauptstadt Sachsen-Anhalts ist mit gut 237.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. Wahrzeichen der Stadt ist der Magdeburger Dom.

Thale

Die 17.000-Einwohner-Stadt liegt am nordöstlichen Rand des Harz-Gebirges. Oberhalb des staatlich anerkannten Erholungsortes beginnt das Bodetal.

Bad Dübener Heide

Naumburg

Die gut 32.000 Einwohner zählende Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Wahrzeichen ist der Naumburger Dom in der mittelalterlichen Altstadt.

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Winckelmann-Museum Stendal: Top (nicht nur) für Kinder

Nicht das Original, aber dennoch garantiert spannend zu erkunden – das Trojanische Pferd im Winckelmann-Museum Stendal
Nicht das Original, aber dennoch garantiert spannend zu erkunden – das Trojanische Pferd im Winckelmann-Museum Stendal © Heiko Janowski

Es ist 13 Meter lang, 9,50 Meter breit und fast 16 Meter hoch: Das Trojanische Pferd im Außengelände des Winckelmann-Museums in Stendal wurde als größtes seiner Art weltweit ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Wer im Inneren des 45 Tonnen schweren Kolosses hochklettert, erfährt dabei viel zum Thema der Sage und genießt von oben außerdem einen tollen Blick über den Ort und die Anlage. Und die ist ein großartiges Ausflugsziel für alle Altersstufen: Neben der Ausstellung zu Leben und Werk des weitgereisten Stendaler Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) gibt es im neu gestalteten Familien- und Kinderpark des Museums speziell für kleine Besucher jede Menge zu staunen und zu erleben.

So können Kids die Antike interaktiv entdecken: Etwa mit Pfeil und Bogen schießen, Stelzen und Steckenpferde ausprobieren, auf antiken Instrumenten spielen oder Mumienmasken gestalten. Sie können ein großes grünes Labyrinth erkunden, alles über einen Vulkanausbruch erfahren oder eben das Trojanische Pferd besteigen. Die Winckelmann-Gesellschaft und die Hochschule Magdeburg-Stendal veranstalten zudem in den Sommer- und Wintersemestern immer samstags eine zweistündige Kinder-Uni zu Themen wie „Warzen, Besen, Hexenschuss: Was ist dran am Hexenmythos?“ – eingeladen sind neugierige Youngster zwischen acht und zwölf Jahren.

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Elbauenpark Magdeburg: Abenteuer für die ganze Familie

Grünes Ausflugsziel mit zahlreichen Attraktionen– der Elbauenpark in Magdeburg
Grünes Ausflugsziel mit der Sommerrodelbahn und zahlreichen weiteren Attraktionen – der Elbauenpark in Magdeburg © www.AndreasLander.de

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat ein grünes Herz. Wo einst die Bundesgartenschau am rechten Elbufer über die Bühne ging, entstand ab dem Jahr 2000 der rund 100 Hektar große Elbauenpark, der heute als eine der beliebtesten Freizeitattraktionen Sachsen-Anhalts gilt. Mit seinen weiten Grünflächen, Blumenschauen, der Seebühne, Schmetterlingshaus, Wasserspielplatz, Irrgarten, Sportanlagen samt Fitness-Parcours und Hüpfkissen, Kletterpark, Kunstobjekten, Damwild- und Streichelgehege, Themengärten, Grillpavillons und vielem mehr zählt er zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Erholungsgebieten Magdeburgs. Mit dem Elbauen-Express zuckeln Besucher von nah und fern bequem durch das grüne Areal, man kann auch per Rikscha, Segway oder e-Scooter fahren.

Wahrzeichen des Parks und ganz Magdeburgs ist der schon von weitem sichtbare, markante Jahrtausendturm, mit seinen stolzen 60 Metern das höchste Holzgebäude seiner Art weltweit – anhand von rund 200 Ausstellungsstücken (davon 150 interaktiv) beleuchtet er über 6000 Jahre Menschheits- und Technikgeschichte, eine echt familiäre Attraktion für Jung und Alt. Kids lieben zudem besonders die Sommerrodelbahn und den 16 Meter hohen Rutschenturm, wo es auf der dreispurigen Breitenwellen-Bahn steil bergab geht. Ein Nervenkitzel für Groß und Klein ist auch die wohl einzige Seilrutsche mitten in einer Landeshauptstadt: Mit der ElbauenZip saust man vom Jahrtausendturm am Drahtseil rasant über den grünen Park!

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Seilbahnen Thale Erlebniswelt: Hoch zum Hexentanzplatz

Mit dem Sessellift geht es hinauf bis zur Rosstrappe © Harzer Tourismusverband / M. Gloger
Mit dem Sessellift geht es hinauf bis zur Rosstrappe © Harzer Tourismusverband / M. Gloger

Sanft und geräuschlos schwebt man durch die Luft. Jede Sekunde der Fahrt eröffnet neue, faszinierende Ausblicke auf die markante Landschaft dort unten im Bodetaler Sagenharz – schroffe Felsen, grüne Hänge, reißende Wildwasser, in der Ferne der Brocken und die Teufelsmauer. Auf der 720 Meter langen Strecke überwindet die Kabinenbahn einen Höhenunterschied von 244 Metern. Die bis zu sechs Personen fassenden Gondeln bieten einen grandiosen Rundumblick, die hellgrün gestrichenen Kabinen haben gar einen Glasfußboden. Ziel ist der Hexentanzplatz, ein 454 Meter über dem Meeresspiegel liegendes Felsplateau hoch über dem Bodetal, das einst vermutlich ein altsächsischer germanischer Kultort war – heute finden hier zauberhafte Open-Air-Events aller Art statt, von Oper bis Musical, zudem lockt die rasante Sommerrodelbahn Harzbob.

Zum gegenüber liegenden Granitfelsen Rosstrappe (403 Meter über N.N.) gleitet ein Sessellift empor, die offenen Zweisitzer (eine Hälfte davon mit Wetterschutz und Fahrradhalterung) eignen sich trefflich zum romantischen Händchenhalten, während die Beine in der würzigen Harzluft baumeln. Oben erfährt man im Sagenpavillon die Geschichte über Brunhilde, den wütenden Bodo und das geheimnisvolle Riesenpferd. Und freut sich schon auf weitere Attraktionen der Erlebniswelt, etwa den Bikepark Bodetal oder die Spaßinsel mit Wasserkarussell. Echt familiär gegessen wird dann im Hexenkessel – im Sommer zaubern die Hexen auch krosse Würstchen vom Holzkohlengrill auf den Teller.

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Bad Düben: Qualitätswanderweg Heide-Biber-Tour

Schönes Wandergebiet – in der Dübener Heide könnt ihr mit etwas Glück sogar Biber beobachten
Schönes Wandergebiet – in der Dübener Heide könnt ihr mit etwas Glück sogar Biber beobachten © Karin Schmidt

Wohl alle Kinder (und auch die Erwachsenen) lieben den putzigen Baumeister: Die scheuen, knopfaugigen Biber galten lange Zeit als fast ausgestorben, haben aber in einigen stillen Regionen überlebt. Dazu gehört der zauberhafte Naturpark Dübener Heide, der sich in den Flusslandschaften von Mulde und Elbe über eine Fläche von 75 000 Hektar im Südosten Sachsen-Anhalts erstreckt. Hier im wohl größten zusammenhängenden Mischwaldgebiet Mitteldeutschlands ist Biber-Land – junge und alte Entdecker freuen sich über Spuren wie Biberburgen und abgenagte Bäume, und mit Geduld lässt sich einer der flinken Gesellen womöglich entdecken.

Beobachten kann man Europas größte Nagetiere mit Glück etwa auf der Heide-Biber-Tour, die knapp 30 Kilometer weit durch die idyllische Wald- und Heidelandschaften vom NaturparkHaus in Bad Düben zum Kurpark in Bad Schmiedeberg führt. Unterwegs passiert die Route zum Beispiel den Ort Tornau mit seinem Stelenweg und Holzskulpturenplatz, wo alljährlich im Juli das internationale Holzskulpturenfest steigt. Über gut ausgeschilderte Waldwege geht es weiter zur alten Köhlerei am Eisenhammer, zum nahegelegenen Biber-Beobachtungsturm und zum schönen Wasserschloss Reinharz. Am benachbarten Heideteich mit seiner Schutzhütte lassen sich zahlreiche andere Wildtiere beobachten – so wird diese Erholungsregion auch und gerade für Familien mit Kindern nie langweilig.

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Naumburg: Kreativ sein in der KinderDomBauhütte

In der KinderDomBauhütte werden die Kids zu mittelalterlichen Baumeistern
In der KinderDomBauhütte werden die Kids zu mittelalterlichen Baumeistern © Vereinigte Domstifter, Falko Matte

Kerzen ziehen, leuchtendes Glas bearbeiten, ein Büchlein aus Pergament binden – all das und noch viel mehr können Kids im Grundschulalter in der KinderDomBauhütte tun. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Sakralbau St. Peter und Paul in der 32.000-Einwohner-Stadt Naumburg zählt zu den bedeutendsten Werken der Spätromanik in Sachsen-Anhalt und ist seit 2018 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Im Rahmen der KinderDomBauhütte nimmt der Nachwuchs die großartige Stätte zunächst ganz genau unter die Lupe, erforscht dabei Kunstwerke aus fast 1.000 Jahren Geschichte. Dann tauchen die Youngster ein in das faszinierende Schaffen der Bauhütten jener Zeit, lassen ihrer Kreativität freien Lauf, wobei eigenständig Werkstücke gefertigt werden können.

Es gibt vielerlei Angebote für unterschiedliche Jahrgänge. Unter dem Titel „Düfte des Mittelalters“ etwa erfährt der Nachwuchs bei einer Kräutersuche im Domgarten viel über die Heilkraft der Pflanzen und befüllt im Anschluss ein persönliches Duftsäckchen. Bei „Botanik in Stein“ erforschen die Kids die Arbeit der Bildhauer, fertigen im mittelalterlichen Gewand mit Raspeln und Feilen ein Blattrelief aus Gasbetonstein. Im Kurs „Uta von Naumburg. Gut betucht“ dürfen sie gar der „schönsten Frau des Mittelalters“ beim Anlegen neuer Gewänder helfen – an einer Ankleidefigur werden sie so zu mittelalterlichen Modeschöpfern!

Titelbild: Willkommen in Sachsen-Anhalt – ideales Reiseziel für die ganze Familie © JenkoAtaman - stock.adobe.com

In Zusammenarbeit mit IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt

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