Man könnte meinen, dass hier einst Hobbits aus dem Tolkien-Roman „Herr der Ringe“ zuhause waren – die Höhlenwohnungen von Langenstein sind einzigartig in Deutschland.

Mit der Bahn nach Halberstadt: Anreise planen

Kleine Gärten voller Kräuter und bunter Blumen, dahinter gemütliche Heimstätten für junge Familien – so sahen die Höhlenwohnungen von Langenstein, rund sechs Kilometer südwestlich von Halberstadt an der B 81 gelegen, einst aus. Womöglich stammen die ersten bereits aus der germanischen Siedlungszeit, andere resultierten wohl aus Überresten einer Burg, die sich Bischof Ulrich von Halberstadt 1177 errichten ließ. Die meisten der ehemals zehn Felsenwohnungen unter dem Windmühlenkopf in Langenstein wurden zwischen 1855 und 1858 in die Sandsteinwände gegraben. Junge Landarbeiterfamilien schufen sich hier mit Hammer und Meißel ein Zuhause mit Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer sowie einem Vorratsraum. Erst 1916 haben die letzten Troglodyten (Höhlenbewohner) ihre „Felsenvillen" verlassen, die dann rund 100 Jahre lang als Vorratskeller oder Tierställe genutzt wurden – und heute einzigartige Zeugnisse sind für eine frühere Wohnkultur in Deutschland.

Der besondere Tipp: Unter Führung des Vereins „Langensteiner Höhlenwohnungen e. V.“ können fünf dieser Höhlen wieder besichtigt werden, Dauer: rund eine Stunde.

Gute Anbindung per Bahn: Ab Berlin ist der Bahnhof Halberstadt in gut zweieinhalb Stunden erreicht, von da fährt tagsüber stündlich ein Bus in gut 30 Minuten nach Langenstein.

Mobil vor Ort – auch ohne Auto: Urlaubsticket HATIX 

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Titelbild: ©TBD