Mondäne Badeorte mit prächtigen Villen, kilometerlange Sandstrände, dazu unberührte Natur und kleine Fischerdörfer im Hinterland – Usedom, Deutschlands zweitgrößte Ostseeinsel, ist ein perfektes Reiseziel für Familien, Aktivurlauber und Kulturfans. Eine Gutwettergarantie gibts übrigens gratis dazu – Usedom gehört mit fast 2000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands.

Usedom

Das in der Pommerschen Bucht gelegene Usedom ist nach Rügen die zweitgrößte deutsche Insel in der Ostsee. Auf Usedom leben etwa 76.500 Menschen, der größte Ort ist das polnische Świnoujście.

Die drei Kaiserbäder

Drei Schmuckstücke der Bäderarchitektur, die Seeheilbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, liegen an der Europa-Promenade, der längsten Strandpromenade Europas. Die Sommerdomizile der vornehmen Gesellschaft des 19. und frühen 20. Jahrhunderts reihen sich dort aneinander. Von Tempelbauten inspirierte Säulen und Dreiecksgiebel findet ihr genauso wie prächtige Villen voll zierhafter Holzornamente und Rundbögen. Hier wurde auch eines der Wahrzeichen der Insel errichtet: Deutschlands älteste Seebrücke in Ahlbeck erstrahlt bereits aus der Entfernung in leuchtendem Weiß mit rotem Dach und grünen Türmchen. Die Plattform mit dem Restaurant ist ein beliebtes Fotomotiv und war schon des öfteren Filmkulisse.

Ruhe und unberührte Natur – das Achterland

Usedom ist vom Stettiner Haff, vom Peenestrom und Achterwasser umgeben, und es gibt zahlreiche Seen im Hinterland. Abseits der trubeligen Seebäder findet ihr zwischen kleinen Fischerdörfern, Wäldern und schilfgesäumten Seen viel Ruhe. Das Achterland entdeckt ihr am besten mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Zwei historische Windmühlen in Benz und Pudagla sowie die drei Usedomer Schlösser Wasserschloss Mellenthin, Schloss Stolpe und Schloss Pudagla können besichtigt werden. Weitere lohnenswerte Ziele sind die Häfen von Kamminke und Balm. Hier findet ihr auch die beiden Golfplätze Usedoms.

Der Inselnorden

Zu den bevorzugten Ausflugszielen im Norden der Ostseeinsel zählen die drei Ostseebäder Karlshagen, Trassenheide und Zinnowitz. Als einziger Ort an der deutschen Ostseeküste hat Karlshagen eine eigene Kinderkurdirektorin. Unterstützt von einem tatkräftigen Team sorgt sie für jede Menge Kids-Action. Zum Familienspaß gehören Kinderschminken, eine Piraten-Schatzsuche, eine Minidisco, eine Kinderinfothek und "Karlchens Zauberwald“ – ein großer Spielplatz hinter den Dünen. Auf über 2000 Sonnenstunden im Jahr könnt ihr euch in Trassenheide freuen. Neben einem feinen Sandstrand mit großem Flachwasserbereich gehören das "Haus auf dem Kopf", eine Schmetterlingsfarm und die Mitmach- und Erlebnisausstellung "Wildlife Usedom“ zu den Highlights des Ostseebades. Der 700 Jahre alte Fischerort Zinnowitz verfügt wie die drei Kaiserbäder über eine sehenswerte Bäderarchitektur. Entspannen könnt ihr bei einem Besuch der Bernsteintherme, einem Bummel durch die zahlreichen kleinen Boutiquen oder einem Spaziergang auf der langen Promenade.

Zwischen Ostsee und Achterland – die Bernsteinbäder

An der schmalsten Stelle der Insel reihen sich vier Seebäder aneinander. Rund um die einstigen Fischerdörfer und jetzigen Ferienorte Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz habt ihr nach stürmischen Tagen immer mal wieder die Möglichkeit, das „Gold des Meeres“, angespülten Bernstein, zu finden. Ansonsten könnt ihr hier wunderbar surfen, segeln, auf gut ausgebauten Radwegen radeln oder eine Tour mit einem Ausflugsdampfer unternehmen.

Eine der wichtigsten Stranderfindungen kommt übrigens auch aus Mecklenburg-Vorpommern: Vor rund 140 Jahren baute ein Rostocker Korbmacher den ersten Strandkorb – heute ist er aus dem Urlaub an der Ostsee nicht mehr wegzudenken. Bei Korbwerk in Heringsdorf auf Usedom werden seit 1925 Strandkörbe gefertigt, darunter auch Luxusmodelle mit Sitzheizung, Massagefunktion oder Soundsystem.

Titelbild: Eine Ostseeinsel wie aus dem Bilderbuch – Usedomer Strand in der Morgendämmerung © Patrick - stock.adobe.com

Weitere Artikel aus Mecklenburg-Vorpommern