Abschalten. Ausatmen. Und den Akku mal wieder so richtig aufladen. Wo geht das besser als mitten in der Natur? Zum Glück gibt’s davon im Schwarzwald mehr als genug! Mit Rad oder Rodel, auf Ski oder im Segelboot, bei Sonne oder Schnee, rauf auf den Berg, runter ins Tal und wieder zurück: Kleine und große Abenteuer warten nur darauf, entdeckt zu werden. Ein paar Stunden Zeit, mehr braucht man gar nicht. Und wer kann, bleibt am besten gleich ein ganzes Wochenende. Denn draußen zu sein macht einfach glücklich. Also Rucksack packen, Wanderschuhe an – und los geht’s!

Leseprobe aus den Dumont-Eskapaden: 52 kleine & große Eskapaden im Schwarzwald

Dieser Artikel stammt aus dem Buch 52 kleine und große Eskapaden im Schwarzwald aus dem DuMont Reiseverlag.

Ob wandern, radeln, paddeln oder einfach still die Natur genießen – 52 unwiderstehliche Ausflüge ins Grüne warten. Für wenige Stunden, einen Tag oder ein Wochenende; allein, mit Freunden oder der Familie – es ist ganz einfach mehr zu erleben als das Bekannte. Also ab nach draußen! – Raus aus dem Alltag – schnell und unkompliziert – 52 Erlebnisberichte und Orientierungskarten, über 200 tolle Fotos und alle nötigen Infos in einem Band – Für jedes Zeitbudget, ohne finanziellen Aufwand und mit kostenlosen GPX-Daten. Geschrieben von Yvonne Weik.

 

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Auf einer wildromantischen Wanderung um St. Märgen

Hierhin geht’s nur zu Fuß: Die Zweribach Wasserfälle liegen mitten im Urwald von morgen. Wer den zauberhaften Ort sehen möchte, der hat eine abenteuerliche Wanderung vor sich – durch einen wilden Bannwald und über schroffe Felsen.

Auftakt

Im Sommer glitzert der Wasserschleier, im Winter sind die Fälle vereist, im Herbst steigt Nebel auf. Und so kraxeln Besucher vorsichtig heran. So nahe, dass sie den Wasserstaub im Gesicht spüren! Selbst im Sommer ist es kühl, das Wasser des Zweribachs. Zehn Meter stürzt es hier, mitten im Wald, über schroffe Felsen hinab. Der Weg dorthin ist mehr Klettern als Wandern. Doch das lohnt sich: Die Zweribach- Wasserfälle sind ein geheimnisvoller Ort. Viele Wege führen hin. Der vom Gasthaus Hirschen in St. Märgen aus ist besonders spannend. Von der schönen Gemeinde auf 900 Metern Höhe geht’s hinab durch den Bannwald. In dem großen Naturschutzgebiet soll der Wald wieder zu dem werden, was er bis zum Ende des 16. Jahrhunderts schon einmal war: Ur-Wald. Säge und Axt sind deshalb hier verboten. Je näher man den Wasserfällen kommt, umso grüner wird die Natur: Farne, Wasserblumen, Kleeblätter, Moos. Ein Zauberwald, der fasziniert. Vor allem, wenn sich auf den Pflanzen die Regentropfen sammeln. Schöner geht’s nicht, oder? Der ausgeschilderte Rundweg ist anspruchsvoll. Nach den Wasserfällen führt er über die Kapfenkapelle zurück nach St. Märgen, wo man unbedingt in die Krone einkehren sollte, das beste Landfrauen-Café mit sagenhaften Kuchen und Torten. Und die Nudelsuppe schmeckt so gut wie früher bei Oma (www.cafe-goldene-krone.de). Wer unterwegs Hunger bekommt, sollte einen Abstecher (1,5 Kilometer) zum Plattenhof auf sich nehmen. Dort gibt’s leckeres Vesper!

Was für ein Zauberwald: Wer zu den Zweribachfällen wandert, entdeckt den wilden Wald. Besonders zauberhaft und grün ist der auch mitten im Winter. © Yvonne Weik

Weiter geht’s!

Am nächsten Tag geht es dann ausgeruht weiter. St. Märgen ist nicht nur bekannt für seine gute Luft und die sonnige Höhenlage, sondern auch für das Klostermuseum. 150 Uhren ticken dort. Sie zeigen, wie sich die Schwarzwälder Uhr zur weltbekannten Kuckucksuhr entwickelt hat (www.kloster-museum.de). Direkt daneben liegt die barocke Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, in die Besucher gerne einen Blick werfen dürfen. Wer auch am zweiten Tag Bewegung braucht, dreht eine sportliche Runde auf der Finn-Bahn im Wald am Ortsausgang – macht am meisten Spaß mit Nordic-Walking- Stöcken, geht aber auch mit Joggingschuhen. Daneben liegt die Mountainbike-Strecke. Die 1,6 Kilometer sind für jeden frei zugänglich, allerdings nicht für Anfänger geeignet. Für alle ein Erlebnis ist das herrliche Naturfreibad. Bei gutem Wetter gibt es nichts Schöneres, als dort ins Wasser zu springen! Und bei Schnee? Ab in die Loipe!

FAZIT & EMPFEHLUNGEN – SCHWARZWALD

Fazit
Herrliche Wanderung – mit mystischen Wasserfällen mitten im wilden Bannwald. Der Weg ist spannend, und St. Märgen ein toller Ausgangspunkt mit guter Gastronomie und großem Erholungsfaktor.
Hin & Weg
Mit dem Zug bis Hinterzarten, von dort mit dem Bus weiter nach St. Märgen (Haltestelle Post).
Beste Zeit
Geht zu jeder Jahreszeit – bei Regen ist die Wandertour aber etwas rutschig.
Dauer & Strecke
Rund 4 Std. und 12 km, 450 Höhenmeter.
Ausrüstung
Unbedingt Wanderschuhe tragen, der Weg ist steinig und in der Nähe der Wasserfälle sehr rutschig: Nicht einfach zu gehen …
Wenn es Nacht wird
Übernachten kann man in St. Märgen zum Beispiel im Gasthaus Hirschen (www.derhirschen.de). Das traditionsreiche Schwarzwaldhotel ist modern saniert, die Zimmer schön designt, der kleine Wellnessbereich perfekt für die Entspannung nach dem Wandertag.

DuMont Eskapaden: Abstecher, Ausflüge, Miniurlaube

Für alle, die schnell raus aus dem Alltagstrott wollen, ohne weit reisen zu müssen! Eskapaden, das sind die neuen Aktivguides von DuMont: Ob wandern, radeln, paddeln oder einfach still die Natur genießen. Die Eskapaden bieten 52 kleine und große Ausflüge und Miniurlaube in den beliebtesten Regionen und Städten Deutschlands. Ob für wenige Stunden, einen Tag oder ein herrlich langes Wochenende, ob allein, mit Freunden oder der Familie – unwiderstehliche Ausflüge ins Grüne warten. Also ab nach draußen!

Weitere Leseproben aus dem Dumont-Verlagsprogramm

Titelbild © Yvonne Weik