In Zusammenarbeit mit Göttingen Tourismus & Marketing e.V.

Eine Städtetrip im Winter? Ja, bitte! So manches Ziel zeigt sich in der kalten Jahreszeit sogar von seiner besonders charmanten Seite. Wie wäre es zum Beispiel mit Göttingen: Hier müsst ihr keine Angst vor frierenden Füßen oder kaltgefrorenen Nasenspitzen haben. Denn die Universitätsstadt bietet euch eine Menge herzerwärmendes Flair und dazu auch noch viele coole Locations, in denen ihr euch aufwärmen könnt!

Winterwunderland in der Göttinger Innenstadt 

Ein guter Startpunkt für einen winterlichen Stadtbummel ist die Goethe-Allee: Die von stattlichen Linden bestandene Straße führt geradewegs ins Zentrum. Neben ihrem Namensgeber Goethe haben hier einst auch die Brüder Grimm und Robert Koch gewohnt! Weiter geht es auf dem Göttinger Planetenweg, auf dem Sonne und Planeten auf kunstvollen Bronzestelen zu bewundern sind. Für Zahlenfans: Der Maßstab beträgt 1 : 2 Milliarden!

Am Übergang zur Prinzenstraße lohnt ein Blick auf das Michaelishaus: Goethe ging hier ebenso ein und aus wie Gotthold Ephraim Lessing, und es war im Jahre 1787 der Ort, an dem das erste Mal eine Frau die Doktorwürde er Philosophischen Fakultät erhielt. Angekommen in der Fußgängerzone, könnt ihr euren Bummel hier fortsetzen – oder euch im Lichtenberg-Haus aufwärmen: Der Kunstverein Göttingen präsentiert dort regelmäßig spannende Ausstellungen.

Nur wenige Minuten weiter kreuzt ihr die Weender Straße am sogenannten Nabel: ein beliebter Treffpunkt und ebenso beliebtes Fotomotiv zwischen wunderschön restaurierten Häusern, Skulpturen und der Jacobikirche. Wenn ihr jetzt Lust auf eine Runde Shopping habt: Hier seid ihr richtig! Für eine süße Stärkung empfehlen wir das „Le Papillon“: die Kuchen, Törtchen und Macarons machen der französischen Patisseriekunst alle Ehre.

Wer es studentisch-lebhaft, individuell und kreativ mag, der sollte die Burgstraße besuchen. Der Wilhelmplatz ist so etwas wie das Epizentrum dieser Gegend. Die Möglichkeiten für kulinarische Einkehr und das Stöbern in inhabergeführten Geschäften sind so vielfältig, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Extra-Tipp: Lasst euch nicht die Fachwerk-Highlights der Stadt entgehen! Die Junkernschänke an der Kreuzung Barfüßerstraße/Jüdenstraße ist völlig zu Recht eines der am meisten fotografierten Häuser der Stadt. Und auch das Schrödersche Haus mit seinen reichen Verzierungen ist bewundernswert. 

Orte zum Einkehren und Aufwärmen

Das gehört bei einem Stadtbummel im Winter einfach dazu: gemütliches Einkehren bei Tee oder Kaffee. In einer Studentenstadt wie Göttingen ist das Angebot an solchen Orten riesig – und selbst wenn ihr nur zufällig einkehrt: Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass ihr gar nicht wieder aufbrechen möchtet… 

Empfehlenswert ist zum Beispiel das Birds in der Nikolaistraße. Empfangen wird man dort von einem gemütlichen Mix unterschiedlicher Einrichtungsstile und von der herzlichen Inhaberin Sophie! Neben Kaffee und selbstgebackenem Kuchen gibt es auch ausgewählte Weine. Das Birds ist immer gut besucht; an zwei Abenden in der Woche verwandelt es sich sogar vom Café in eine Bar. 

Im Kaffehus unweit des Hauptcampus der Uni regiert skandinavische Gelassenheit – die Brüder Jan und Jens begeistern mit ihrer Auswahl ausgefallener Kaffee-Spezialitäten, die kunstvoll serviert werden. Zu Essen gibt es hier neben Kuchen auch Herzhaftes, besonders beliebt sind die Brote mit vegetarischen und veganen Aufstrichen.

Für Musik-Liebhaber gibt es neben dem Cafébesuch noch eine weitere Möglichkeit, um sich aufzuwärmen: das ausgiebige Stöbern in Platten- und Vinylläden! In Göttingen gibt es eine faszinierende Vielfalt solcher Kleinode: Das Vinyl-Reservat in der Roten Straße etwa hat sich der Klassik, dem Modern Jazz, Blues und Rock verschrieben. Das Antiquariat René Krieger in der Kurzen Geismarstraße 17 bietet neben Vinyl Bücher, CDs, DVDs, Comics und eine ganze Reihe zauberhafter, alter Comic-Spielfiguren. Ein Ort mit außergewöhnlichem Flair ist auch der Göttinger Geigenladen: Mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl widmet sich Geigenbaumeisterin Dagmar Loepthien hier den klassischen Instrumenten. 

Wer möchte, zieht am Abend weiter in einen der vielen Live-Musik-Clubs der Stadt.

Winterzeit, Weihnachtszeit! 

Was ist das Highlight der Wintersaison? Für viele lautet die Antwort: Die Advents- und Weihnachtszeit! Auch, wenn in diesem Jahr so manche Tradition nicht in gewohnter Weise stattfindet – eine Stadt wie Göttingen bietet auch ohne offiziellen Weihnachtsmarkt einige Möglichkeiten, um in besinnliche Vorfreude auf das Fest zu geraten! 

Zum Beispiel gibt es einen riesigen Adventskalender in den Fenstern der Stadtbibliothek. Und die Göttinger Kirchen sind immer einen Besuch wert: Zum Beispiel gibt es in der St. Albani-Kirche eine wunderschöne Krippen-Ausstellung. Und die Kirche St. Johannis wurde pünktlich am ersten Adventswochenende wieder eröffnet – nach fast drei Jahren Umbauzeit! Die Pläne für die Zukunft sind groß: St. Johannis will in Zukunft eine offene Bürgerkirche sein, eigene Veranstaltungen präsentieren und auch anderen Kulturschaffenden eine Bühne bieten. 

Übrigens: Einige Göttinger Kirchtürme sind auch für Besucher geöffnet. Stellt euch nur vor, wie wundervoll der Ausblick von dort oben ist! Wer das Glück hat, an einem Wintertag nach Schneefall auf die Stadt herabzublicken, wird feststellen: Da stellt sich dieses besondere, herzerwärmende Weihnachtsgefühl ganz von allein ein! 

Titelbild: Das Alte Rathaus im winterlichen Göttingen © Göttingen Tourismus und Marketing / Mischke

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