Zum Glück hatte Friedrich Wilhelm III. in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Idee: Aus seinem Jagdrevier ließ er eine Parkanlage errichten, die heute als „Berliner Tiergarten“ zu den grünen Lungen der Stadt zählt – ebenso wie die „Gärten der Welt“ in Marzahn.

Mit der Bahn zu den Gärten der Welt: Anreise planen

Die nackten Zahlen sind beeindruckend: Der Große Tiergarten ist 210 Hektar groß, nur unwesentlich kleiner als der Central Park in New York, aber größer als der Hyde Park in London. Nur die Spitze des Eisbergs: Ganze 23 Parks in Berlin sind größer als 50 Hektar, 80 Grünflächen immer noch zwischen mindestens 10 und 50 Hektar groß. Der Grunewald nimmt eine Sonderstellung ein: Dort kann man mit dem Teufelsberg an seinem nördlichen Rand nicht nur die höchste Erhebung in ganz Berlin besuchen, sondern auch das älteste Schloss. Das Jagdschloss Grunewald ist mit seiner Renaissance-Architektur ein beliebtes Ausflugsziel, ebenso wie die kleine Insel Lindwerder, auf die man vom Grunewald aus übersetzen kann.

Einen völlig anderen Charakter aber haben die Gärten der Welt in Marzahn: Sie wurden erst 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins als Geschenk der Gärtner an die Hauptstadt der DDR angelegt, damals noch auf 21 Hektar. Erst Ende der 90er-Jahre entstanden die Gärten der Welt, so, wie man sie heute kennt: Im Oktober 2019 startete mit dem Jüdischen Garten das vorerst letzte Projekt, vorher waren dort u. a. schon ein chinesischer, ein balinesischer oder etwa ein koreanischer Garten angelegt worden. Als verbindendes Element dienen zahlreiche Kunstgegenstände – im Rahmen der IGA Berlin 2017 entstanden etwa die beeindruckenden „Reflecting Gardens“ des dänischen Künstlers Jeppe Hein. 

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Titelbild: Teehaus im Chinesischen Garten © Grün Berlin GmbH