Für rationale, nüchtern denkende Menschen ist die Teufelsmauer in Sachsen-Anhalt bloß eine aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation im nördlichen Harzvorland. Für Leute mit Phantasie ist sie aber viel mehr als das.

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Was haben so unterschiedliche Filme wie „Die Päpstin“, „Der Medicus“ und der wunderliche „1 ½ Ritter – auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde“ gemeinsam? Man ahnt es: In allen drei Produktionen spielt auch die Teufelsmauer im Harz als Motiv eine Rolle, diese merkwürdige Fels-Formation, die in Sachsen-Anhalt schon seit Generationen Naturfreunde anzieht. Entstanden sei die skurrile Sandstein-Landschaft angeblich durch einen Streit zwischen Gott und dem Teufel, den letzterer verlor. Die Felslandschaft beginnt mit so genannten Gegensteinen nordwestlich von Ballenstedt und endet zwischen Timmenrode und Blankenburg. Nicht nur dies langgezogene Felsenspektakel regt die Phantasie der Besucher an, die auf einer recht neu angelegten Wanderstrecke von 35 Kilometern Länge zwischen Ballenstedt und Blankenburg wandern, auch die Namen der Felsen tun es: Da gibt es die Rittertreppe und das Teufelsloch, den Brockenblick und den Großvater, da gibt’s Kuhställe und Teufelssessel. Und wohl dem, der bei entsprechenden klimatischen Bedingungen rechtzeitig in der Gewittergrotte anlandet… Und nur am Rande: Unter Naturschutz steht das Gebiet schon seit 1852, die Begründung dafür ist allerdings kurios. Es handle sich hierbei um eine „seltene Naturmerkwürdigkeit“.