Planet Hibbel – eine Welt für sich! Vor allem aber der Blog von Nadine Lessenich, alias „Frau Hibbel“, einer munteren, unternehmungslustigen Reisebloggerin. Mit Mann und zwei Söhnen unternimmt sie allerhand, um die Welt kennenzulernen: Tagesausflüge, Wochenendtrips, Fernreisen. Was neulich auf dem Programm stand, könnt ihr euch denken: unser Saarland. Willkommen!

Frau Hibbel reiste mit Family an. Und mit dreieinhalb Tagen Zeit. Eine Woche wäre viel besser gewesen, fand Frau Hibbel anschließend bedauernd. Denn auch wenn das Saarland das kleinste Flächenbundesland Deutschlands ist, hat es Familien doch jede Menge zu bieten. Und das hat Frau Hibbel bei uns erlebt:

Schlemmen und Street-Art in Saarbrücken

So charmant und gemütlich hier! Saarbrücken ist Landeshauptstadt, hat aber nur knapp 180.000 Einwohner. Das sorgt für eine entspannte Atmosphäre, die die vielen Studenten (eine Uni gibt es hier auch) mit fröhlichem Leben füllen. Hibbels besichtigten die historische Altstadt mit gepflasterten Gassen und Schlossanlage, fühlten sich aber auch am anderen Saarufer pudelwohl: im Nauwieser Viertel, wo die alternative Szene zuhause ist, wo die Bio-Bäcker sitzen, wo Hauswände mit schönster Streetart bemalt sind und die Leute vor Hipster-Kneipen lässig ihr Bier trinken. Hibbels sind übrigens Vegetarier, konnten also mit unserer Spezialität „Gefillde“ (Kartoffelknödel mit Hackfleischfüllung und Specksauce) nicht viel anfangen. Aber dank Buddha Bowls, Thai-Currys, frischen Smoothies und üppigen Eisbechern schlemmten sich alle vier glücklich durch unsere Hauptstadt.

Ah und Oh in der Völklinger Hütte

Auch Industriekultur gehört zur Kultur. Und deshalb hat die UNESCO die Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe erklärt. Die riesige, stillgelegte Anlage an der Grenze zur Frankreich ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Und mit seinen riesigen Röhren, turmhohen Hallen, endlosen Gleisen kaum zu fassen. Der vollständige Rundgang durch die Eisenhütte ist 7000 Meter lang; man kommt vorbei an gigantischen Maschinen, Hochöfen, Gebläsehallen und steigt sogar auf das Dach der Erzhalle in 27 Metern Höhe. Besonders toll für Kinder: das interaktive Science Center... mit der Neun-Meter-Rutsche! Vier Stunden waren die Hibbels in der Völklinger Hütte unterwegs, langweilten sich keine Sekunde und wären gerne noch viel länger geblieben. Tja!

Nauwieser Viertel, Saarbrücken

Saarbrücken, Altstadt & Schloss

Völkliinger Hütte

Halde Ensdorf

Baumwipfelpfad Saarschleife

Alpakafarm Saarbrücken

Haldenbergtour und Polygon-Klettern

Familienfoto vor dem Saarpolygon auf der Halde Ensdorf © www.planethibbel.com

Als Rheinländer sind Hibbels mit Halden natürlich bestens vertraut. Doch die Halde Ensdorf, auch Halde Duhamel oder liebevoll Monte Schlacko genannt, war für die Familie dann doch etwas Besonderes: Mit 50 Hektar Grundfläche und 150 Meter Höhe gehört sie zu den größten ihrer Art. Hibbels machten sich sportlich an den Aufstieg – es gibt mehrere Wanderwege – bewältigen auch das letzte, steilere Stück und bewunderten dann auf dem Gipfel das Saarpolygon. Das 30 Meter hohe Stahldenkmal erinnert an den Wandel der Region, man kann innen hinaufklettern, die Aussicht genießen – und prima Familienfotos davor schießen!

Schleifengucken vom Baumwipfelpfad

Die Saarschleife, bei der der Fluss in herrlich grüner Waldlandschaft einen perfekten U-Turn hinlegt, ist nicht nur ein Naturwunder, sondern das Wahrzeichen des Saarlands. Und natürlich wollten Hibbels sie sich nicht entgehen lassen. Sie entschieden sich für die eindrucksvollste Art der Besichtigung – den Baumwipfelpfad Saarschleife. Der Holzpfad schlängelt sich luftiger Baumkronenhöhe von 23 Metern durch rund 800 Meter Waldgebiet. Am Schluss windet er sich spiralenförmig weitere 42 Meter hoch in die Luft. Der Blick von der Aussichtsplattform ganz oben? „Einfach der Hammer!“, jubelte Frau Hibbel.

Wandern mit Lamas und Alpakas

Die Saarländische Tierwelt ist vielfältig. Selbst südamerikanische Last- und Wolltiere wie Lamas und Alpakas kommen vor! Allerdings hauptsächlich in der großen Alpakafarm am Rande Saarbrückens. Auch hier machten die Hibbels Station, denn die Farm bietet Schnupper-Wanderungen mit den Tieren an. Erst wurden die Tiere eingefangen, dann bekamen die Hibbels Schorsch (ein Lama) und Cisco (ein Alpaka) zugeteilt. Und los ging’s! Eine Stunde immer an der grünen, deutsch-französischen Grenze entlang. Mit gelegentlichen Stopps an besonderen verlockenden Brennnesselfeldern und einer großen Aufregung: Schorsch verguckte sich in eine Lama-Dame aus der Gruppe und war kaum noch zu bändigen: „Es braucht schon Kraft, um einen liebestollen Lama-Burschen festzuhalten“, lachte Frau Hibbel.  

Dann waren die dreieinhalb Tage allerdings leider auch schon vorbei. Und Frau Hibbel zog ihr Fazit: „Das Saarland ist großartig und hat extrem viel zu bieten. Besonders toll fanden wir die Natur, das industrielle Erbe, das urbane Flair von Saarbrücken und das megaleckere Essen“.

Titelbild: Frau Hibbel unterwegs mit Lama Schorsch am Rande Saarbrückens © www.planethibbel.com