Darf es eine kleine Mutprobe sein? In luftigen 100 Metern Höhe führt die 360 Meter lange Geierlay-Brücke über das Mörsdorfer Bachtal im Hunsrück. Damit ist sie eine der längsten Hängeseilbrücken Deutschlands – und ein echter Nervenkitzel.

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400 Meter sind es von einem Ende der Hängebrücke bis zum anderen. Wobei das andere Ende oft gar nicht zu erkennen ist, wenn mal wieder Nebelschwaden durch das Mörsdorfer Bachtal ziehen. Dann fühlt es sich, als wandelte man auf der Geierlay-Hängeseilbrücken direkt in die Wolken hinein.

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, auf der vermutlich schönsten Hängeseilbrücke Deutschlands in 100 Meter Höhe über das Nichts zu spazieren. Leicht bebt der Boden, es kitzelt in der Magengrube. Doch keine Sorge: An vier 40 Millimeter dicken Trageseilen ist die Brücke sicher aufgehängt. Die Passage über die Hängeseilbrücke lässt sich übrigens ideal mit verschiedenen Wanderwegen verknüpfen. Als Klassiker gilt die knapp sechs Kilometer lange Geierlay-Schleife, die auf Rundweg vom Besucherzentrum Mörsdorf über die Hängeseilbrücke und einen Abschnitt des hübschen Saar-Hunsrück-Steigs wieder zurück zum Ausgangspunkt führt.

Und falls Sie sich fragen, wo wohl der ungewöhnliche Brückennname herrührt: Er leitet sich vom historischen Namen eines Flurstücks ab, in dem Felsen und Schiefer vorkamen (“Lay”) und viele Greifvögel (“Geier” genannt) zuhause waren.  

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