Niedersachsen

Juist: Willkommen im "Töwerland"

Der Beiname „Töwerland“ (Zauberland) passt für Niedersachsens vielleicht schönste Insel – hier wird der Alltagsstress der Besucher im Nu weggezaubert. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Die Entschleunigung beginnt bereits nach Ankunft des Fährschiffs von Norddeich im Hafen von Juist. Dort warten keine Busse oder Taxis auf die Passagiere, sondern Pferdefuhrwerke und Bollerwagen. Die rund 17 Kilometer lange Ostfriesische Insel (ihre maximale Breite beträgt dafür nur rund 500 schlanke Meter) ist weitgehend autofrei, und die paradiesische Ruhe zeigt bei den Urlaubern schnell ihre Wirkung. Erkunden lässt sich das „Töwerland“ am besten zu Fuß, mit dem Rad oder mit einer Kutsche. Nichts stört dabei die Ruhe der intakten Natur der Insel mit ihren Salzwiesen, einem zauberhaften Wald und dem Hammersee, seines Zeichens größter Süßwassersee der Ostfriesischen Inseln. 

Highlight für Besucher sind natürlich die langen weißen Strände, die sich an der gesamten Nordküste entlangziehen – ideal zum Baden im Sommer, die Baywatch passt vielerorts auf. Ist das Wetter mal nicht so gut, lassen sich hervorragend Strandwanderungen unternehmen. Oder man spaziert über den Lehr- und Kunstpfad, der sich quer durch die Dünen windet. Freizeitsegler gehen gerne im Hafen am Hauptort von Juist vor Anker – hier kann man auch Segeln lernen oder einen Anfängerkurs im Kitesurfen buchen.

Eine ganz besondere Sache für Urlauber ist das Wattenmeer. Wegen der ausgeprägten Gezeiten kommt in der Region zweimal am Tag ein riesiges Feuchtgebiet zum Vorschein, Lebensraum für rund 10.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Wattwurm, Herzmuschel, Wattschnecke, Strandkrabbe und Nordseegarnele sind die berühmten „Small Five“ der Wattwelt, und speziell jüngere Urlauber halten begeistert Ausschau nach den kleinen Meeresbewohnern.

(Nicht) weit bis zum Meer: Juist hat reichlich Sandstrand © Dietmar Scherf

Zur Entschleunigung trägt auf Juist neben Wind und Meer auch noch eines bei: Autos sind tabu in Töwerland © TMN - Dietmar Scherf

(Nicht) weit bis zum Meer: Juist hat reichlich Sandstrand © Dietmar Scherf

Zur Entschleunigung trägt auf Juist neben Wind und Meer auch noch eines bei: Autos sind tabu in Töwerland © TMN - Dietmar Scherf

Um all diese Schönheit weiterhin zu erhalten, hat sich Juist große Ziele gesetzt. Ein großes Thema ist die Nachhaltigkeit: Bis zum Jahr 2030 möchte die Insel klimaneutral werden. Die Maßnahmen zeigen Erfolg – schon 2015 hat das Eiland den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen und man besitzt eine Zertifizierung als grünes Ferienziel durch die internationale Organisation Green Globe.

Mobil vor Ort – auch ohne Auto mit dem Urlauberbus

Haste mal nen Euro? Für den Euro könnt ihr auf Juist und im Landkreis Ammerland ganzjährig mit dem Urlauberbus fahren – pro Fahrtrichtung und Person, versteht sich. Das Angebot gilt täglich ab 9 Uhr, ausgenommen sind An- und Abreisetag. Zusätzlicher Hinweis: Auf Juist können auch Fahrräder gemietet werden. Für mehr Infos hier klicken.
Tipps, wie ihr komfortabel und günstig im Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn reist, findet ihr übrigens hier.

Gute Anbindung per Bahn: Ab Bremen geht es in etwa zweieinhalb Stunden per InterCity oder RE nach Norddeich Mole – hier startet ein- bis zweimal täglich die Fähre nach Juist (Fahrtzeit rund 90 Minuten, tideabhängig).

Der besondere Tipp: Ein Tag Schietwetter angesagt? Dann entspannt man einfach im Thalassozentrum TöwerVital mit Meerwasser-Erlebnisbad und Strand-Panorama-Sauna.

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