Vor den Toren Hannovers liegt ein Höhenzug, mit dichtem Wald bewachsen und weiten Blicken über Felder und Wiesen. Der Deister ist ein ideales Ziel für Naturliebhaber auf der Suche nach Entspannung, Aktivität und kleinen Abenteuern.

Deister

Wer sich auf Entdeckungstour in den Deister begibt – egal ob als Wanderer, mit dem Fahrrad, E-Bike oder mit Bus und Bahn – merkt schnell: Das hier ist mehr als ein Naherholungsgebiet. Diese Hügel sind ein üppiges Paradies mit verwunschenen Ecken, tollen Aussichten und Sehenswürdigkeiten, die jeden Besuch zu etwas Besonderem machen.

Auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen und Fahrradrouten geht es auf und ab durch den Deister über Bäche hinweg, an Teichen und urigen Schutzhütten vorbei. Dabei hält der Deister so manche Überraschung bereit. Zum Beispiel die seltenen und mystisch-knorrigen Süntel-Buchen, die direkt am Grillplatz Lauenau-Feggendorf, im Kurpark Bad Nenndorf und südwestlich vom ehemaligen Forsthaus Köllnischfeld wachsen.

Ein echter Hingucker für Groß und Klein sind die Wennigser Wasserräder. Etwa 20 Miniatur-Wasserräder werden in jedem Sommer im Bachlauf aufgebaut – sie stellen dann durch Wasserkraft betriebene Modelle der Märchen- und Sagenwelt dar.

Oder man macht sich auf zu einem der ehemaligen Stollen, die vom Untertagebau in dieser Region zeugen. Während der Klosterstollen in Barsinghausen touristisch voll erschlossen ist, geht es im „Feggendorfer Stolln“ noch zu wie damals: In dieser Kleinzeche können die Besucher den Bergleuten über die Schulter schauen und erleben, wie früher mit Spitzhacke und Schaufel im Fels gearbeitet wurde.

Ein echter Hingucker – die Wennigser Wasserräder im Deister © HMTG/Christian Wyrwa

Auf die Türme

Die Höhen des Deisters sind gespickt mit Türmen, von denen sich herrliche Ausblicke über das Umland eröffnen. Der bekannteste ist der 19 Meter hohe Nordmannsturm, der 1863 direkt auf dem Deisterkamm erbaut wurde. Gut für den Appetit: Die Waldgaststätte direkt beim Aufstieg über die Treppen.

Wer höher hinaus möchte, besteigt den Annaturm im Südosten des Deisters – den höchsten Funk- und Aussichtsturm der Region. Er steht auf dem Bröhn, mit 405 Metern über Normalnull der höchste Gipfel der Gegend. Auch hier wird der Besucher in der gemütlichen Gaststätte direkt am Fuße des Turms köstlich bewirtet.

Mit dem Bike über den Deisterkreisel

Wer lieber entspannt in die Pedale tritt, kann sich den Deisterkreisel vornehmen. Der umrundet auf hügeligen 80 Kilometern Hannovers Hausgebirge und führt vorbei an Rittergütern und Kornbrennereien und durch viele kleine, sehenswerte Orte am Fuße des Deisters. Es gibt auch noch weitere attraktive Strecken: Auf der 30 Kilometer langen „Grüne Kette“ geht es rund um Wenningsen und - wer dann noch mag - hoch hinauf zum Gehrdener Berg, dazu führen eine Vielzahl anderer Radtourenstrecken vorbei an Schlössern, Windmühlen, Klöstern und Museen in der Region.

Mit Öffis auf den Deisterkamm

Ganz nach oben auf den Deisterkamm kann man auch ganz bequem kommen: Wer nicht wandern oder mit dem Rad fahren mag, nimmt dafür am besten die öffentlichen Verkehrsmittel. Die S-Bahn fährt von Hannover aus direkt an den Fuß des Deisters. Von Wennigsen aus geht es zum Beispiel mit der Buslinie 562 direkt hinauf auf den Deisterkamm. Von hier aus führen schöne Wanderwege direkt zu den Aussichtstürmen und imposanten Felsformationen, durch Bachtäler und an Schutzhütten vorbei – und natürlich entspannt bergab in einen der Deister-Orte, von denen aus sich die Landeshauptstadt wieder bequem erreichen lässt.

Raus aus der S-Bahn und rein in die Natur – der Deister lässt sich von Hannover aus gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen © Christian Wyrwa

Titelbild: Ideal zum Wandern und Fahrradfahren – Hannovers Hausgebirge, der Deister © Christian Wyrwa

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