Rund um Schwerin warten prachtvolle Schlösser, traumhafte Landschaften – und jede Menge kulinarische Highlights. Am besten erlebt man all das auf einer zweitägigen Fahrradtour, die nicht nur die Beine, sondern auch den Gaumen verwöhnt. Also: rauf auf den Sattel und los geht die märchenhafte Schlosstour rund um Schwerin!
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Mehr InformationenFrüh am Morgen rollen die ersten Fahrräder vom Bahnhof Richtung Schweriner Altstadt. Die Luft ist klar und kühl, der Himmel leuchtet blau, und die Sonne taucht einige Wolkenfetzen in zartes Rosa – ein verheißungsvoller Herbsttag, ideal fürs Radfahren.
Ausgangspunkt der insgesamt 90 Kilometer langen „Schloss & Genuss-Erlebnisradtour“ ist der Marktplatz mit dem Altstädtischen Rathaus, dem beeindruckenden Dom und den charmanten Fachwerkhäusern. Schon nach wenigen Pedaltritten wartet das erste Highlight: das Schweriner Schloss. Auf einer Insel im Schweriner See gelegen, wirkt es wie aus einem Märchenbuch entsprungen – und lässt den Fahrradhelm vor Staunen fast nach hinten rutschen.
Doch die Tour hat gerade erst begonnen. Also Mund wieder zu, weiter über den Franzosenweg, immer am Seeufer entlang Richtung Zippendorf. Links glitzert der Schweriner See, über einem rauschen die Baumkronen, das Laub raschelt unter den Reifen und der Fahrtwind macht die Gedanken frei. Spätestens am Zippendorfer Strand, wo Familien dick eingepackt picknicken und die Sonne golden aufs Wasser scheint, sind Stress und Alltag vergessen.





Nach ein paar Kilometern biegt die Route zum Freilichtmuseum Mueß ab. Über Kopfsteinpflaster rumpeln die Räder vorbei an alten Linden, bis sie vor historischen Bauernhäusern zum Stehen kommen. Hier erfahren Besucher alles über das Leben vergangener Jahrhunderte in Mecklenburg – und können dank Augmented Reality sogar ein Selfie mit „Dorfbewohnern“ aus der Vergangenheit machen. Einfach die kostenlose YONA-App herunterladen, das Smartphone zücken und sich virtuell neben die Leute stellen – ein Foto, das garantiert für Überraschung sorgt.
Unterwegs begegnet man auf der gesamten Strecke immer wieder AR-Stationen: kleine digitale Erlebnisse, Zusatzinfos und sogar eine Routenführung. Übrigens: nach einmaligem Download kann die App auch offline genutzt werden.
Inzwischen hat die Sonne an Kraft gewonnen. Zeit für eine süße Pause! Zum Glück liegt die Eismanufaktur Schwerin-Mueß direkt am Weg. Seit 1986 wird hier Softeis gemacht – und zwar so gut, dass sich regelmäßig Schlangen vor der Tür bilden. Heute gibt’s Mango-Joghurt. Und ja: es schmeckt so traumhaft, wie es klingt. Die Sorten wechseln jeden Tag und werden auf der Webseite der Manufaktur angezeigt.
Mit frischer Energie strampeln die Räder weiter, und schon bald kommt Raben Steinfeld in Sicht. Verwunderung macht sich breit – die Häuser wirken plötzlich britisch. Kein Zufall: 1863 ließ Großherzog Friedrich Franz II. hier im englischen Stil Häuser für seine Gestütswärter bauen. Gleich daneben: seine Sommerresidenz, das Schloss Raben Steinfeld, eingebettet in einen romantischen Park.




Ein paar kräftige Schlucke aus der Wasserflasche, dann geht’s auf den längsten Abschnitt bisher: rund 13 Kilometer bis Basthorst. Die Straßen sind schmal, der Weg von Bäumen gesäumt – immer wieder schweift der Blick über Felder und Weiden. Auf dem Weg ist Aufmerksamkeit gefragt. Die Straßen sind oft eng und werden stellenweise mit anderen Verkehrsteilnehmern geteilt.
Im Dorf angekommen, fällt sofort das Kunsthaus Basthorst ins Auge. Der Künstler Michael Frahm, auf Instagram als „Glücksmaler“ bekannt, zeigt hier seit 15 Jahren expressionistische Werke. Gleich nebenan: eine charmante Pension für Kunstliebhaber, mit Platz für bis zu 16 Personen.
Nur ein paar Schritte weiter klingen irische Melodien aus der Schmuckwerkstatt Casúr Óir, im Krebsgarten werden Edelkrebse gezüchtet. Und dann, fast schon majestätisch, erhebt sich Schloss Basthorst. Wer hungrig ist, ist hier genau richtig: Im Restaurant Wilhelmina Helena sind nicht nur Hotelgäste willkommen. Serviert wird eine moderne Interpretation klassischer Gerichte – stilvoll, regional, köstlich.



Bevor die Sonne untergeht, werden noch einmal sieben Kilometer zurückgelegt – bis zum Bernsteinschloss Wendorf, einem Fünf-Sterne-Hotel, das zu den absoluten Highlights der Schloss & Genuss Erlebnisradtour zählt.
Schon beim Betreten sorgt der Anblick des funkelnden Kronleuchters, des Zigarrenzimmers und des eleganten Schachsalons für Staunen. Spätestens in der Suite bleibt der Mund offen: rote Marmorfliesen im Bad, florale Stofftapeten, eine filigrane Kristalllampe, die man garantiert nicht so schnell vergisst.
Am nächsten Morgen weckt fröhliches Wiehern die Gäste. Pferde, Ponys, Esel – hier dürfen alle gestreichelt werden. Christine Röver, Marketingfrau und passionierte Reiterin, erzählt: „Wir bieten inzwischen auch Reiterferien an. Kinder können alleine kommen oder mit den Eltern, Erwachsene dürfen natürlich auch jederzeit eine Reitstunde nehmen oder ausreiten.“




So schön es hier ist – irgendwann heißt es weiterfahren. Wer möchte, kann einen Abstecher zum Schloss Kaarz einplanen, aber das Hauptziel ist heute ein anderes. Nach dem Frühstück geht’s Richtung Schloss Wiligrad. Der Weg dorthin ist mit 30 Kilometern der längste Abschnitt, aber er lohnt sich. Nicht nur wegen des Schlosses, sondern auch wegen der weitläufigen Parkanlage und des gemütlichen Cafés in der alten Gärtnerei. Draußen auf der Wiese oder drinnen am Kamin – hier schmeckt der Kaffee doppelt gut. Und wenn es draußen kälter ist, wartet hier ein gemütlicher Kamin auf die Gäste.
Auf dem Rückweg nach Schwerin gibt es noch einen Stopp: der Hof Medewege. Auf dem alten Gutshof gibt es mehrere Betriebe, die einander unterstützen. Darunter sind eine Gärtnerei, eine psychotherapeutische Praxis, eine Imkerei, ein Hofladen und ein Hofcafé Hand in Hand. In letzterem bringt Inhaber Levin Jah gleich schon selbstgebackenen Kuchen an den Tisch – als hätte er geahnt, dass genau das nach der langen Fahrt gebraucht wird.
Noch ein Stück Kuchen, ein paar Einkäufe im Hofladen, und dann sind es nur noch wenige Kilometer bis Schwerin. Am Ende wird das Schloss noch einmal bewundert – märchenhafter kann eine Fahrradtour nicht ausklingen.
Titelbild: Radfahrer rollen früh am Morgen über die Brücke zum Schweriner Schloss. © TMV/Gross

Die Ostseeküste, die mecklenburgische Seenplatte, historische Hansestädte: Gründe für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele.
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