Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Softwareentwickler Philipp findet auf der Insel Poel den perfekten Ort für seine Workation. Umgeben von Ostseeluft, Natur und stabilem WLAN treibt er sein Projekt voran – und sammelt gleichzeitig neue Kraft. Ob Kitesurfen nach Feierabend oder Meetings im Co-Working-Space in Wismar: Für Philipp ist Poel die ideale Mischung aus Produktivität und Erholung.
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Mehr InformationenAn diesem herbstlichen Morgen liegt der Gollwitzer Strand still und verlassen unter einem strahlend blauen Himmel. Silber- und Lachmöwen gleiten über die sanfte Ostsee, der Wind hat das Wasser zurückgedrängt. Philipp joggt an den leeren Strandkörben entlang und atmet tief die frische Brise ein. Für den Softwareentwickler ist das genau der richtige Start in den Tag, um den Kopf freizubekommen.
Für drei Wochen hat sich der Hamburger ein Ferienhaus auf Poel gemietet, um ein wichtiges Projekt abzuschließen. »Ich liebe Poel. Schon als Kind war ich hier mit meinen Eltern im Urlaub. Es fühlt sich an wie eine zweite Heimat«, erzählt er. Die Entscheidung fiel ihm leicht: Poel vereint für ihn perfekte Erreichbarkeit, gute Arbeitsmöglichkeiten, Ruhe und dieses besondere Heimatgefühl.




Rund zehn Kilometer nördlich von Wismar liegt die Insel Poel – bequem mit Auto oder Zug erreichbar. Mit knapp 37 Quadratkilometern ist sie überschaubar und beliebt bei allen, die es an der Ostsee entspannt mögen. Gigantische Hotelanlagen oder überfüllte Einkaufsstraßen sucht man hier vergeblich. Stattdessen erwarten Besucher Natur, Meeresluft und der weite Blick auf die Ostsee. Die kleinen Ortschaften, ruhigen Naturstrände und langen Sandbuchten machen Poel zum idealen Ziel für alle, die abschalten und dem Alltag entfliehen möchten.
Für Philipp war neben der Ruhe vor allem die Nähe zur Stadt entscheidend: »Wenn ich doch mal ins Büro nach Hamburg muss, bin ich in ein paar Stunden dort. Und für Meetings oder Präsentationen kann ich mich spontan im Co-Working-Space in Wismar einbuchen«, sagt er.
Der InnovationPort in Wismar ist eines von sechs digitalen Innovationszentren Mecklenburg-Vorpommerns. Hier treffen sich Start-ups, Unternehmen und Remote-Worker, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Von Poel aus ist das Zentrum in nur 20 Autominuten erreichbar. Wer es entspannter mag, nimmt die elektrische Fähre – die pendelt regelmäßig zwischen Insel und Wismar, braucht rund eine Stunde und liefert Meeresbrise gratis dazu.



Die meiste Zeit arbeitet Philipp jedoch in seinem Ferienhaus im Ortsteil „Am Schwarzen Busch“. Hier hat er alles, was er braucht: Ruhe, schnelles Internet und einen Strand fast vor der Haustür. Der 41-Jährige genießt, dass er virtuell genauso gut mit seinen Kollegen verbunden ist wie im Hamburger Büro – nur dass er hier statt Verkehrslärm und Großstadttrubel frische Ostseeluft einatmet.
Das Reetdachhaus, kaum 200 Meter vom Badestrand entfernt, war ein echter Glücksgriff: viel Platz zum Arbeiten, dazu eine eigene Sauna. »Es ist einfach unbezahlbar, aus dem Fenster in den Garten zu schauen und zu wissen: In zwei Minuten stehe ich am Strand. Natürlich arbeite ich hier auch Vollzeit, aber durch die Ruhe und die Natur schaffe ich mehr. Und wenn Feierabend ist, kann ich direkt ans Meer – das motiviert enorm«, schwärmt Philipp.



Die Workation bringt für den Großstädter viele Vorteile. Sobald der Wind passt, schnappt sich der begeisterte Kitesurfer sein Board und fährt zum Strand. »Beim Kiten kann ich am besten abschalten. Das gibt mir neue Energie. In Hamburg wäre das undenkbar«, erzählt er.
Poel ist bei Kitesurfern aus ganz Deutschland beliebt. Besonders der Strand von Timmendorf zählt zu den Top-Spots – und ist einer von Philipps Lieblingsorten. »Es ist genial, dass ich nach Feierabend in weniger als 15 Minuten mit dem Rad dort bin«, sagt er und grinst.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Seine Lebensgefährtin Annika kann nur am Wochenende kommen. Als Friseurin hat sie keine Möglichkeit, remote zu arbeiten. »Annika macht freitags früher Feierabend und kommt dann mit der Bahn her. Das geht schnell, und wir genießen die Tage hier wie einen Kurzurlaub«, so Philipp.



Am Wochenende schöpfen die beiden das volle Urlaubspotenzial der Insel aus. Annika liebt vor allem die Nähe zu Wismar. »Wir brauchen kein Auto, können mit dem Rad überall hin. Poel vereint das Beste aus beiden Welten«, findet sie. »Hier haben wir Ruhe, Natur und Meer. Und wenn wir Lust auf Stadtleben haben, sind wir in kurzer Zeit in Wismar – mit dem Rad oder mit der Fähre.«
Auch sie ist begeisterte Kitesurferin. Wenn der Wind einmal ausbleibt, schwingen sich die beiden auf ihre Fahrräder und erkunden die Insel. Poel bietet dafür viele abwechslungsreiche Routen. Besonders der 61 Kilometer lange Rundweg führt durch Felder, Wälder und an der Steilküste entlang – perfekt, um die Insel in Ruhe zu entdecken.


Bald geht die dreiwöchige Workation zu Ende. Für Philipp steht jetzt schon fest: Es war die richtige Entscheidung. »Egal, wie hektisch ein Tag war – wenn ich mir ein Fischbrötchen hole und mich fünf Minuten an den Strand setze, habe ich sofort Urlaubsgefühl. Da schaltet mein Kopf einfach um«, sagt er.
Und er ist sicher: Das war nicht sein letzter Aufenthalt. »So ein Tapetenwechsel bewirkt Wunder. Ich merke, dass ich besser abschalte und neue Energie tanke. In Hamburg trage ich manchmal Ärger aus dem Büro stundenlang mit mir herum. Hier schnappe ich mir mein Kiteboard, gehe aufs Wasser und der Frust ist weg. Danach starte ich mit frischem Elan in den nächsten Tag.«
Titelbild: Muster aus Sand und Wasser: Die Küste vor Gollwitz verwandelt sich bei Ebbe in eine Naturbühne. © TMV/Gross

Die Ostseeküste, die mecklenburgische Seenplatte, historische Hansestädte: Gründe für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele.
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