Hessen

Mittelhessen: In Harmonie mit der Natur


Idyllische Flüsse, urwüchsige Natur, feurige Relikte: Mittelhessen könnte abwechslungsreicher kaum sein. Die Region bietet viele Ressourcen, die Bewohner wie Gäste respektvoll nutzen. Land und Leuten existieren nicht bloß nebeneinander – es ist der nachhaltige Umgang mit der Natur, der das Leben hier so besonders macht. Welche Landschaften darauf warten, euch zu bezaubern, verraten wir euch hier. 

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Lahntal – Der Fluss als Sinnbild des Lebens

Wie der Fluss selbst, so sind die Möglichkeiten seinem Lauf zu folgen: Gemächlich beim Wandern etwa © Lahntal Tourismus

Ganz idyllisch erlebt man die Lahn beim Paddeln © Lahntal Tourismus

Abwechslungsreich und dynamisch hingegen erleben Radler die Tour am Fluss entlang © Lahntal Tourismus

Wie der Fluss selbst, so sind die Möglichkeiten seinem Lauf zu folgen: Gemächlich beim Wandern etwa © Lahntal Tourismus

Ganz idyllisch erlebt man die Lahn beim Paddeln © Lahntal Tourismus

Abwechslungsreich und dynamisch hingegen erleben Radler die Tour am Fluss entlang © Lahntal Tourismus

Wie der Fluss selbst, so sind die Möglichkeiten seinem Lauf zu folgen: Gemächlich beim Wandern etwa © Lahntal Tourismus

Ganz idyllisch erlebt man die Lahn beim Paddeln © Lahntal Tourismus

Abwechslungsreich und dynamisch hingegen erleben Radler die Tour am Fluss entlang © Lahntal Tourismus

Die Lahn schlängelt sich auf 245 Kilometern durchs Land und fließt auch durch Mittelhessen. Dabei zeigt sich der Fluss von seinen unterschiedlichen Facetten: mal ganz ruhig, dann wieder dynamisch, selten geradlinig. Genau wie das Leben. 

So sprechen sowohl der Fluss als auch seine Umgebung ganz verschiedene Urlaubertypen an. Ganz oben stehen natürlich die sportlichen Erholungssuchenden. Denn vom Kanu aus lernt man die Lahn am besten kennen. Ab Marburg bis zur Mündung ist die Lahn paddelbar – und es gibt viele spannende Abschnitte, die eine Tour abwechslungsreich machen. 

Mindestens genauso beliebt ist das Lahntal bei Wanderern und Radlern. Verschiedene Routen führen durch die wilde Natur der Region, der Fluss bleibt unterwegs ständiger Begleiter. Der Alltag rückt in weite Ferne, das einzige, was zählt, ist die Verbindung von Mensch und Natur. Die Gedanken kommen zur Ruhe, während der Körper sich dank Bewegung und viel frischer Luft erholt. Erfrischung versprechen viele sprudelnde Quellen in der Region. Seit der Antike ist das Lahntal für seine Mineralwässer bekannt. Ein Highlight ist der Gertrudisbrunnen in Biskirchen: Hier steigt Heilwasser aus der Tiefe empor.

Auch Kultursuchende werden im Lahntal glücklich. Vom Wasser aus zieht so manche trutzige Burg vorbei, ein Ausstieg oder eine Rast ist in vielen Orten empfehlenswert. Neben Marburg haben auch Limburg, Wetzlar, Gießen und Diez viele Kulturschätze. In den Altstädten der Orte reihen sich urige Fachwerkhäuser aneinander, die Marktplätze sind idyllisch, und in den Museen der Region gibt es viel zu lernen und zu erkunden. Und immer wieder ist die Verbindung der Leute mit dem Fluss spürbar – wie zum Beispiel am Lahnfenster in Gießen. Eine eingerichtete „Fischtreppe“ ermöglicht es Wanderfischen, aufwärts zu ihren Laichplätzen zu schwimmen. Und durch das Lahnfenster können Besucher und Besucherinnen im Trockenen die Unterwasserwelt an dieser fischreichen Stelle bewundern. Weitere kulturelle Höhepunkte der Region haben wir hier zusammengetragen. 

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Relikte einer feurigen Vergangenheit – Vogelsberg

Geprägt wurde das Gesicht der Landschaft hier vor Jahrmillionen von Vulkanen © HA Hessen Tourismus

Heute wirkt die Landschaft am Vogelsberg lieblich © Nähe ist gut / Lutz Habekost

Geprägt wurde das Gesicht der Landschaft hier vor Jahrmillionen von Vulkanen © HA Hessen Tourismus

Heute wirkt die Landschaft am Vogelsberg lieblich © Nähe ist gut / Lutz Habekost

Während im Lahntal das Wasser dominiert, ist es im Landkreis Vogelsberg das Feuer. Nein, kein aktiv lodernder Brand, vielmehr ein Relikt feuriger Vergangenheit. Vor 15 bis 18 Millionen Jahren waren hier Vulkane aktiv, die mit ihren massiven Ausbrüchen der Region ihr heutiges Gesicht verliehen. Riesige Massen an Magma traten an die Oberfläche und veränderten die Landschaft. Während der Vogelsberg heute wieder grün erscheint, sind doch die Überreste der vulkanischen Tätigkeit deutlich sichtbar. 

Teils 700 Meter dickes Vulkangestein bedeckt den Boden. Und so hat sich die hiesige Flora den Bedingungen angepasst. Hier wachsen Pflanzen, die sich auf Basaltböden heimisch fühlen – eine Besonderheit der Gegend. Das Bild, das sich ergibt, ist vielfältig: Streuobstwiesen neben Äckern, getrennt durch Trockenmauern, die unsere Vorfahren mühsam aus herumliegendem Gestein aufgerichtet haben. Eine faszinierende mosaikartige Landschaft und ein Genuss fürs Auge. 

Und das ist nicht das einzige Zeugnis dafür, dass Land und Leute zusammengefunden haben. In der gesamten Region Vogelsberg finden sich in den Ortskernen Kirchen, Häuser und Straßen, die aus Basalt gefertigt wurden. Eine wunderbare Liaison von Natur und Kultur. 

Besonders beliebt ist der Vogelsbergkreis bei Wanderer. Es warten viele Erhebungen auf sie, einige von ihnen sind ehemalige Vulkanschlote. Von oben bieten sich herrliche Ausblicke auf die urwüchsige Natur. Wer Kultur erleben möchte, steuert eine der Städte an, die sich auf den Schloten im Laufe der Jahre entwickelt haben. Dazu zählt zum Beispiel auch das 600 Meter hoch gelegene Ulrichstein, das höchste Landstädtchen in ganz Hessen. Vom Schlossberg aus reicht der Blick weit – und die nahegelegene Burgruine macht das Bild perfekt!

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Hessische Rhön – wo Mensch und Natur im Einklang leben

Die Rhönschafe gehören heute wieder zum landschaftstypischen Bild – vor 50 Jahren war die Rasse noch vom Aussterben bedroht © Hessen-Agentur, Blofield

Die Wasserkuppe, auch "Berg der Flieger" genannt: Hier wurde 1911 der Segelflugsport begründet © HA Hessen Tourismus, Blofield

Auch heute noch lernen auf der Wasserkuppe Neulinge das Segelfliegen © HA Hessen Tourismus, Blofield

In Deutschlands höchstgelegenem Feriendorf auf der Wasserkuppe residiert man in schmucken Holzbauten © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Beste Aussicht: Der Blick von der 950 Meter hohen Wasserkuppe ist überwältigend © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Die Rhönschafe gehören heute wieder zum landschaftstypischen Bild – vor 50 Jahren war die Rasse noch vom Aussterben bedroht © Hessen-Agentur, Blofield

Die Wasserkuppe, auch "Berg der Flieger" genannt: Hier wurde 1911 der Segelflugsport begründet © HA Hessen Tourismus, Blofield

Auch heute noch lernen auf der Wasserkuppe Neulinge das Segelfliegen © HA Hessen Tourismus, Blofield

In Deutschlands höchstgelegenem Feriendorf auf der Wasserkuppe residiert man in schmucken Holzbauten © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Beste Aussicht: Der Blick von der 950 Meter hohen Wasserkuppe ist überwältigend © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Die Rhönschafe gehören heute wieder zum landschaftstypischen Bild – vor 50 Jahren war die Rasse noch vom Aussterben bedroht © Hessen-Agentur, Blofield

Die Wasserkuppe, auch "Berg der Flieger" genannt: Hier wurde 1911 der Segelflugsport begründet © HA Hessen Tourismus, Blofield

Auch heute noch lernen auf der Wasserkuppe Neulinge das Segelfliegen © HA Hessen Tourismus, Blofield

In Deutschlands höchstgelegenem Feriendorf auf der Wasserkuppe residiert man in schmucken Holzbauten © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Beste Aussicht: Der Blick von der 950 Meter hohen Wasserkuppe ist überwältigend © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Die Rhönschafe gehören heute wieder zum landschaftstypischen Bild – vor 50 Jahren war die Rasse noch vom Aussterben bedroht © Hessen-Agentur, Blofield

Die Wasserkuppe, auch "Berg der Flieger" genannt: Hier wurde 1911 der Segelflugsport begründet © HA Hessen Tourismus, Blofield

Auch heute noch lernen auf der Wasserkuppe Neulinge das Segelfliegen © HA Hessen Tourismus, Blofield

In Deutschlands höchstgelegenem Feriendorf auf der Wasserkuppe residiert man in schmucken Holzbauten © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Beste Aussicht: Der Blick von der 950 Meter hohen Wasserkuppe ist überwältigend © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Die Rhönschafe gehören heute wieder zum landschaftstypischen Bild – vor 50 Jahren war die Rasse noch vom Aussterben bedroht © Hessen-Agentur, Blofield

Die Wasserkuppe, auch "Berg der Flieger" genannt: Hier wurde 1911 der Segelflugsport begründet © HA Hessen Tourismus, Blofield

Auch heute noch lernen auf der Wasserkuppe Neulinge das Segelfliegen © HA Hessen Tourismus, Blofield

In Deutschlands höchstgelegenem Feriendorf auf der Wasserkuppe residiert man in schmucken Holzbauten © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Beste Aussicht: Der Blick von der 950 Meter hohen Wasserkuppe ist überwältigend © Feriendorf-Wasserkuppe.de / Marc Niedermeier

Die hessische Rhön ist ein Bilderbuchbeispiel dafür, wie Mensch und Natur harmonisch vereint sein können. Die Besiedelung ist dünn, es bleibt viel Raum, den sowohl die Menschen als auch die Natur und die heimischen Tierarten vorbildlich nutzen. 

Ein Sinnbild für die Symbiose ist etwa das Rhönschaf. In den 1970er-Jahren gab es nur noch ein paar Exemplare der Gattung, die Tierart war dramatisch vom Aussterben bedroht. Ein Glück, dass ein paar traditionsbewusste Hirten damals begannen, das Schaf wieder in die Region zu bringen. Heute gibt es rund 4000 Rhönschafe. Nicht genug für eine Entwarnung, aber das Rhönschaf kommt zurück. Es passt einfach perfekt in diese Region, es gehört hierher. Die Rhön ist das „Land der offenen Fernen“ – so ist es die natürliche Aufgabe der Rhönschafe, die Flächen vor Verbuschung zu schützen, um die Weite der Landschaft zu erhalten. Und der kommen sie leidenschaftlich nach. 

Auch der Tourismusbranche ist der gute Umgang mit natürlichen Ressourcen wichtig. Das zeigt sich zum Beispiel im Feriendorf Wasserkuppe. Die gemütlichen Holzhäuser stehen 910 Meter hoch auf dem Berg, ein fabelhafter Ausblick ist dank Panoramafenster und großer Veranda garantiert. Nachteulen buchen ein Sternenparkhaus – eine exklusive Unterkunft im Feriendorf, deren Dach sich öffnen lässt, so dass man im Warmen den Blick in den Sternenhimmel genießen kann. Sehr romantisch! Besonders charmant an den Häusern des Feriendorfs ist, dass viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wurde. Für den Bau wurden ausschließlich heimische Betriebe beauftragt, geheizt wird mit einem eigenen Blockheizkraftwerk (ergänzt durch Fernwärme), und eine 450 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage versorgt die Häuser mit Strom. Eine vorbildliche Nutzung der regionalen und natürlichen Ressourcen, weshalb das Feriendorf Wasserkuppe zurecht schon zweimal den hessischen Tourismuspreis bekommen hat. 

Titelbild: Mittelhessen – mal schroff, mal lieblich, aber immer wunderschön © Hessen-Agentur_Blofield

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