Thüringen

Die blaue Seite des Waldes: Auf den Spuren des Wassers durch Thüringen wandern

Diese Region hält für Wanderer fabelhafte Überraschungen parat. Insbesondere für solche, die gern am Wasser sind. Warum? Weil Thüringen ein Meer hat, obwohl es gar nicht an der Küste liegt. Und etliche traumhafte Pfade – durch Wälder mit Bächen, entlang der Saale, vorbei an zauberhaften Seenlandschaften. Wer sich drauf einlässt, der wird schnell vom Thüringer Wald verzaubert sein.

Die spannenden Wanderrouten im Naturpark Schiefergebirge/Obere Saale haben fabelhafte Geschichten zu erzählen – und wir verraten euch, welche Stationen ihr auf euren Wanderungen auf keinen Fall verpassen solltet.

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Schloss Burgk am Bleiloch Stausee: Natur trifft auf Kultur

Eine dieser Geschichten beginnt am Schloss Burgk – dem Tor zur Vergangenheit und Fenster zum Thüringer Meer. Ein eindrucksvoller Ort, der wohl auch die Begründer der Residenz im 14. Jahrhundert überzeugt hat. Das Schloss liegt heute erhaben auf einem Felsplateau, direkt am Bleiloch Stausee, in dem sich das geschichtsträchtige Bauwerk spiegelt. Ein traumhaftes Fotomotiv!

Malerisch spiegelt sich das Schloss Burgk im Bleiloch Stausee © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Das Schloss weist Merkmale verschiedener Epochen auf – Gotik, Barock und Rokoko © Dominik Ketz/ Regionalverbund Thüringer Wald

Die Silbermann-Orgel ist nahezu unverändert erhalten geblieben und kommt in Konzerten noch heute zum Einsatz © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Malerisch spiegelt sich das Schloss Burgk im Bleiloch Stausee © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Das Schloss weist Merkmale verschiedener Epochen auf – Gotik, Barock und Rokoko © Dominik Ketz/ Regionalverbund Thüringer Wald

Die Silbermann-Orgel ist nahezu unverändert erhalten geblieben und kommt in Konzerten noch heute zum Einsatz © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Malerisch spiegelt sich das Schloss Burgk im Bleiloch Stausee © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Das Schloss weist Merkmale verschiedener Epochen auf – Gotik, Barock und Rokoko © Dominik Ketz/ Regionalverbund Thüringer Wald

Die Silbermann-Orgel ist nahezu unverändert erhalten geblieben und kommt in Konzerten noch heute zum Einsatz © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Schloss Burgk zählt zu den schönsten Schlössern Mitteldeutschlands und ist ein beliebtes Wanderziel. Architektur und Landschaft verschmelzen zu einer perfekten Einheit, und wer sich ins Innere wagt, findet so manch besonderen Schatz. Beispielsweise die von Gottfried Silbermann gebaute Orgel, die seit Ostern 1743 bis heute bei Konzerten Hörer begeistert.

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Der Hohenwarte Stausee Weg: Die fjordähnlichen Landschaften des Thüringer Meeres

Auf insgesamt 75 Kilometern schlängelt sich der Qualitätswanderweg auf vier Etappen durch die traumschönen Landschaften des Thüringer Meeres. Mal wandert ihr durch dichte Nadelwälder, dann eröffnet sich der Blick auf die fjordähnliche Landschaft und kurze Zeit später empfängt euch ein liebliches Dorf und lädt zur Rast ein. Abwechslung pur!

Der Hohenwarte Stausee und die Umgebung erinnern an naturbelassene Fjorde – urromantisch und wild © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Am Ufer des Sees laden lauschige Plätze zu einer Rast und zum Träumen ein © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Auf dem Campingplatz Linkenmühle lassen Urlauber den Tag in traumhafter Kulisse ausklingen © Frau Fröhlich

Auf dem Wanderweg gibt‘s viel zu entdecken: Neben Natur auch Kultur, wie das Wasserkraftmuseum Ziegenrück © Wasserkraftmuseum

Der Hohenwarte Stausee und die Umgebung erinnern an naturbelassene Fjorde – urromantisch und wild © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Am Ufer des Sees laden lauschige Plätze zu einer Rast und zum Träumen ein © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Auf dem Campingplatz Linkenmühle lassen Urlauber den Tag in traumhafter Kulisse ausklingen © Frau Fröhlich

Auf dem Wanderweg gibt‘s viel zu entdecken: Neben Natur auch Kultur, wie das Wasserkraftmuseum Ziegenrück © Wasserkraftmuseum

Der Hohenwarte Stausee und die Umgebung erinnern an naturbelassene Fjorde – urromantisch und wild © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Am Ufer des Sees laden lauschige Plätze zu einer Rast und zum Träumen ein © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Auf dem Campingplatz Linkenmühle lassen Urlauber den Tag in traumhafter Kulisse ausklingen © Frau Fröhlich

Auf dem Wanderweg gibt‘s viel zu entdecken: Neben Natur auch Kultur, wie das Wasserkraftmuseum Ziegenrück © Wasserkraftmuseum

Der Hohenwarte Stausee und die Umgebung erinnern an naturbelassene Fjorde – urromantisch und wild © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Am Ufer des Sees laden lauschige Plätze zu einer Rast und zum Träumen ein © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Auf dem Campingplatz Linkenmühle lassen Urlauber den Tag in traumhafter Kulisse ausklingen © Frau Fröhlich

Auf dem Wanderweg gibt‘s viel zu entdecken: Neben Natur auch Kultur, wie das Wasserkraftmuseum Ziegenrück © Wasserkraftmuseum

Für Naturgenuss pur entlang des Weges sorgen tolle Campingplätze wie der ECOCAMPING-Platz Linkenmühle. Und wer nicht die gesamte Strecke laufen möchte, der nutzt den Wanderbus Thüringer Meer, um am Abend wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen – Ein besonderes Zusatzangebot heißt vielversprechender Weise "Wanderbus und Genuss". Hier könnt ihr euch euer online ausgewähltes Wanderproviant direkt an den Bus liefern lassen. Gepäck könnt ihr euch sparen und so unbeschwert die Natur genießen.

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Das „Land der Tausend Teiche“: Ein Himmel auf Erden

Einst waren es mehr als 1000 Teiche, heute sind davon noch etwa 600 übrig geblieben. Sie erzählen eine lange Geschichte, wurden sie einst doch von Mönchen zur Fischzucht angelegt. Das besondere: Sie werden nicht durch Quellwasser gespeist, sondern lediglich durch Niederschläge. Deshalb haben sie auch einen besonderen Namen erhalten: die „Himmelsteiche“.

Im Pfahlhaus am Hausteich erklärt Laubfrosch Hyli kindgerecht die Natur im Plothener Teichgebiet © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Die wildromantische Seite der Teichlandschaften könnt ihr bei einer kurzen Wanderung erleben © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Augen auf! Hier schwirrt so manche Libelle über die „Tausend Teiche“ © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Im Pfahlhaus am Hausteich erklärt Laubfrosch Hyli kindgerecht die Natur im Plothener Teichgebiet © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Die wildromantische Seite der Teichlandschaften könnt ihr bei einer kurzen Wanderung erleben © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Augen auf! Hier schwirrt so manche Libelle über die „Tausend Teiche“ © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Im Pfahlhaus am Hausteich erklärt Laubfrosch Hyli kindgerecht die Natur im Plothener Teichgebiet © Dominik Ketz / Regionalverbund Thüringer Wald

Die wildromantische Seite der Teichlandschaften könnt ihr bei einer kurzen Wanderung erleben © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Augen auf! Hier schwirrt so manche Libelle über die „Tausend Teiche“ © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Es ist wahrlich himmlisch hier. Nicht nur für Wanderer, die das einzigartige Gebiet zum Beispiel auf dem besonders für Familien geeigneten "1000-Teiche-Rundweg" erkunden können. Auch für die Tierwelt: Im „Land der Tausend Teiche“ rund um Dreba und Plothen fühlen sich zahlreiche selten gewordene Wasservögel und farbenfrohe Libellen wohl.

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Der Schieferpfad: Spurensuche am Grünen Band

Der Schieferpfad ist ein Rundwanderweg, der auf 56 Kilometer tiefe Einblicke in die Vergangenheit gibt. Zum einen natürlich in die Geschichte des einstigen „Staatsbruchs“, in dem das sogenannte „Blaue Gold“, Schiefer, abgebaut wurde. Ihr durchwandert die Schieferabbaugebiete zwischen Probstzella, Lehesten, Ludwigsstadt und Gräfenthal und lernt eine Region kennen, die sich heute zu einem bildschönen Naturraum entwickelt hat. Ein Highlight ist sicher der blaue, nahezu türkis schimmernde Schiefersee auf dem Gelände des Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“.

Strahlend leuchtet der türkisblaue See auf dem Gelände des Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ seinen Betrachtern entgegen © Paul Hentschel / Thüringer Tourismus GmbH

Die Natur hat sich hier längst ihr Revier zurückerobert © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Der Schieferpfad verläuft in Teilen auch an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier: ein Grenzturm nahe Probstzella © Sven Lemnitzer / Regionalverbund Thüringer Wald

Strahlend leuchtet der türkisblaue See auf dem Gelände des Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ seinen Betrachtern entgegen © Paul Hentschel / Thüringer Tourismus GmbH

Die Natur hat sich hier längst ihr Revier zurückerobert © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Der Schieferpfad verläuft in Teilen auch an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier: ein Grenzturm nahe Probstzella © Sven Lemnitzer / Regionalverbund Thüringer Wald

Strahlend leuchtet der türkisblaue See auf dem Gelände des Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ seinen Betrachtern entgegen © Paul Hentschel / Thüringer Tourismus GmbH

Die Natur hat sich hier längst ihr Revier zurückerobert © Susen Reuter / Regionalverbund Thüringer Wald

Der Schieferpfad verläuft in Teilen auch an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier: ein Grenzturm nahe Probstzella © Sven Lemnitzer / Regionalverbund Thüringer Wald

Zum anderen ist es aber auch die Geschichte der deutschen Teilung, die viele Wanderer hier erleben möchten. Der Schieferweg verläuft in Teilen am „Grünen Band“ entlang, der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier werden auch geführte Wanderungen angeboten, die die Geschichte aufarbeiten und vermitteln.

Titelbild: © Dominik Ketz/Bildrechte Regionalverbund Thüringer Wald

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