Die deutsche Hauptstadt ist zur Gourmet-Metropole geworden – mit ganz viel Leidenschaft und Herz und ungewöhnlichen Ideen

Bis abends um 22 Uhr im Benedict frühstücken. Im Coda speisen, wo es nur Desserts gibt. Oder klassische deutsche Küche in Form von feinen Tapas im PeterPaul genießen. Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht auch in puncto Kulinarik die Welt ein klein wenig neu erfinden würde. Es sind aber nicht nur spannende Restaurants mit innovativen Konzepten, die die Spreemetropole mittlerweile zum Sehnsuchtsziel für Foodies machen. Es ist vor allem auch die Vielfalt: Von der klassischen Currywurst über international angehauchtes Street Food bis hin zu Spezialitätenrestaurants jeder Couleur und Nationalität – Berlin hat alles, was Herz und Magen begehren könnten. Und auch fein kann man hier sehr gut: In der deutschen Hauptstadt gibt es mittlerweile insgesamt 18 Ein-Sterne-Lokale und fünf Zwei-Sterne-Restaurants sowie einen Drei-Sterne-Gourmettempel.

Sterneküche

Berlins Sterneköch:innen haben natürlich alle ihre ganz eigene Handschrift – von vegetarisch über dekonstruktiv österreichisch bis nordisch. Mit gleich zwei Sternen sind in Berlin zum Beispiel das Fazit, das Horváth und Lorenz Adlon Esszimmer dekoriert. Das Bandol sur Mer, Einsunternull und das Restaurant Prism gehören zu den Restaurants mit einem Stern. Und das Rutz in Mitte hat sogar drei Michelin-Sterne.

Typisch für Berlin ist, dass ihr tolle Restaurants nicht nur in der Innenstadt findet, sondern in eigentlich allen Berliner Bezirken. Die App Going Local Berlin hilft euch dabei, Hot Spots der Berliner Lebensart – kulturelle wie kulinarische – auch in Zehlendorf, Friedrichshain und Moabit zu entdecken. Unzählige Dönerstände, auch in veganer Variante, Currywurst-Buden und Imbisse, die Klassiker wie Boulette oder Eisbein neu interpretieren – das alles findet ihr fast an jeder Straßenecke. Berlin ist schon seit langem die Döner- und Street-Food-Hauptstadt im Land. 

Der Street Food Thursday in der wunderschönen Markhalle Neun in Kreuzberg und Street Food Auf Achse sonntags in der Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg sind gute Anlaufpunkte für Gäste, die legeren Genuss mögen. Dort kann man von Stand zu Stand spazieren und erst einmal in die spannende Welt der leckeren Kleinigkeiten hineinschnuppern. Architektonisch ungewöhnlich und kulinarisch spannend ist mit seinen vielen Marktständen und Genusshandwerkern auch die Arminiusmarkthalle in Moabit, die vor über 130 Jahren gebaut wurde. Im Inneren erinnert sie fast ein wenig an eine Kirche. Dort kann man zum Beispiel sehr gut mittags auf ein Lunch vorbeischauen und bummeln gehen.

Welche Küche darf’s heute sein?

Egal, wo ihr in Berlin unterwegs seid – ihr werdet  erleben, wie international die Stadt auch kulinarisch ist. Hier leben Menschen aus aller Welt und sie haben ihre Heimatküchen natürlich mitgebracht – und viele Köche, Quereinsteigerinnen und Kreative lassen euch an ihren Kochkünsten teilhaben. Ihr habt also in Berlin die freie Wahl zwischen diversen asiatischen Küchen, arabischen Spezialitäten, israelischen, französischen, italienischen, spanischen, schwäbischen, bayerischen, polnischen Restaurants. Dazu kommen feine Weinstuben sowie die traditionsreichen Eckkneipen, in denen man von einfach gut bis fein essen kann. Was fehlt noch? Cafés zum Frühstücken, Biergärten zum Draußensitzen, Mikrobrauereien zum Bierprobieren und Wochenmärkte, wo’s alles Mögliche zu naschen auf die Hand gibt. 

Typisch Berliner Ecke: Das Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz serviert deutsche und internationale Küche
Typisch Berliner Ecke: Das Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz serviert deutsche und internationale Küche © Visitberlin.de/Dagmar Schwelle

Vegane Restaurants

Spannend ist außerdem, dass Berlin sich auch zu einer Art Hauptstadt für vegane und nachhaltige Küche entwickelt hat. Vor allem in Mitte und am Prenzlauer Berg findet ihr viele Restaurants, in denen die Speisekarte ganz ohne tierische Produkte auskommt – oder wo ihr zumindest eine große Auswahl an veganen Gerichten habt. Schaut doch zum Beispiel einmal im Kopps, Lucky Leek oder bei Brammibal’s Donuts vorbei. Und auch Restaurants, die streng regional kochen oder gerettete Lebensmittel verarbeiten, gibt es in Berlin. 

Berlin macht mit seinen Gegensätzen, seinen vielen Trends und seiner lässigen, experimentellen Kochkultur einfach viel Spaß. Am besten lasst ihr euch mal treiben und probiert einfach das nächste Deli am Eck, wo die Bagels und die frisch gepressten Säfte gut aussehen. Oder nehmt ein Falafel im Vorbeigehen. Und ein anderes Mal sucht ihr euch ein cooles Trend- oder Sterne-Restaurant eurer Wahl, reserviert und geht schön fein aus.

Titelbild: Sommerabend am Ludwigkirchplatz in Wilmersdorf © Visitberlin.de/Dagmar Schwelle

In Zusammenarbeit mit Berlin Tourismus & Kongress GmbH

Berlin ist auf jedem Meter spannend: da ein zum Freizeitgelände umfunktionierter Ex-Flughafen, dort eine gläserne Parlamentskuppel, da die Gedenkstätten Berliner Mauer und Holocaust-Denkmal. Jede Menge Kultur und lebendige Kieze. Und zur Stärkung? Natürlich Currywurst. Oder doch ins Sternerestaurant. Alles geht in der Hauptstadt. Unsere Tipps für deinen Urlaub in Berlin.

Weitere Artikel aus Berlin