Für Wanderer dürfte es in Bayern nur wenig schönere Ziele geben: Der Eibsee mit seinem grünblauen Wasser und dem fast surreal anmutenden Zugspitz-Panorama ist ein Traumort – und doch nur einer von vielen Höhepunkten im Werdenfelser Land.

Fällt einem zufällig ein Foto des Eibsees ins Auge, ist die Reaktion fast immer gleich: zu schön, um wahr zu sein! Gibt es diesen See wirklich? Dieses grünblau schimmernde Wasser, dahinter dichter Tannenwald und noch eins weiter die hoch aufragenden Felswände des Zugspitzmassivs? Der Eibsee sieht aus, als hätte jemand die Antworten auf die tiefsten Sehnsüchte des (Urlaubs-)Menschen in ein einziges Bild gepackt: klares Wasser, beruhigender Wald und die unendliche Freiheit der Berge.

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Doch keine Sorge: Den Eibsee gibt es wirklich. Er ist wohlbekannt und auch ohne Instagram-Filter ein gut besuchter Höhepunkt des Werdenfelser Lands, wie die alpine Ferienregion rund um Zugspitze und Garmisch-Partenkirchen heißt. Auf nur fünf Hektar Fläche und mit einer Tiefe von über 30 Metern bietet er alles, was oberbayerische Seen in der Regel Schönes zu bieten haben: Man kann im bis zu 22 Grad warmen Wasser baden, man kann SUPs ausleihen, mit Schlauchboot oder Kanu um die kleinen Inselchen im See herumschippern und vor allem kann man einmal komplett um den Eibsee herumwandern.

Die 7,5 Kilometer lange Tour garantiert herrliche Blicke nicht nur auf den See, sondern auch auf die Zugspitze. Was den Eibsee dagegen von anderen oberbayerischen Seen unterscheidet, ist sein Status: Er befindet sich in Privatbesitz. 1884 hat August Terne den See gekauft und zum attraktiven Ziel für Sommerfrischler gemacht. Seinen Nachfahren gehört der See noch heute.

Wer den Blick auf das Märchengewässer von besonderer Warte aus genießen möchte, der steigt gleich hinter dem Eibseehotel in die neue Zugspitzbahn. In rundum verglasten Großraumkabinen führt sie auf den mit 2.962 Metern höchsten Berg Deutschlands und braucht für die knapp 2.000 Meter Höhenunterschied nur zehn Minuten. Dabei flutscht sie über die mit 127 Metern höchste Stahlbaustütze der Welt und belohnt die Fahrgäste bei gutem Wetter mit einem atemberaubenden Panoramablick bis nach München.

Der Eibsee liegt mitten in einer herrlichen Wander- und Bergsteigerregion. Wettersteinmassiv und Karwendel bieten die schönsten Möglichkeiten in allen Schwierigkeitsgraden. Man kann zum Schachen aufsteigen, dem Berghaus von Märchenkönig Ludwig II., kann sich in der Partnachklamm von kühler Gischt erfrischen lassen oder sich klopfenden Herzens über den Klettersteig Alpspitz-Ferrata hangeln.

Auch der nur 12 Kilometer entfernte Olympia- und Ferienort Garmisch-Partenkirchen hat mit seinen schön bemalten Bauernhäusern, gemütlichen Wirtschaften und hübschen Shopping-Adressen viel zu bieten. Ins Märchenschloss Linderhof mit seinen orientalischen Pavillons ist es ebenfalls bloß ein Katzensprung, und auch das Geigenbauerdorf Mittenwald liegt gleich um die Ecke.

Wer außer dem Eibsee noch mehr Seen sehen will: Barmsee, Tennsee und Grubsee, zwischen Garmisch-Partenkirchen und Krün gelegen, sind zwar nicht ganz so berühmt, aber ganz wunderbare Badeadressen!

Tipps, wie ihr komfortabel und günstig im Fern- und Nahverkehr der Deutschen Bahn reist, findet ihr übrigens hier.