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Der Goldschatz von Hiddensee

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Der Goldschatz von Hiddensee

Der Goldschatz von Hiddensee - oft einfach als "Hiddenseeschmuck" bezeichnet - ist ein wertvoller Schmuck aus der Wikingerzeit, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der deutschen Ostseeinsel Hiddensee (westlich von Rügen, Deutschlands grösster und schönster Insel) gefunden wurde.

Die genauen Fundumstande sind bis heute leider ungeklärt; dadurch ist auch seine genaue Herkunft bisher nicht enträtselt.

Eine sehr gute Replik des Goldschatzes ist im Kulturhistorischen Museum der alten Hansestadt Stralsund ausgestellt; das Original befindet sich angeblich auch in Stralsund. Es wird allerdings so gut wie nie gezeigt, denn der Goldschmuck ist ungemein wertvoll.

<font face="Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Eines der 16 Teilstücke des Goldschatzes von Hiddensee</font>

Es handelt sich um einen prachtvollen Wikingerschmuck, der erhaltene Teil des Schatzes besteht aus 16 Teilen: einem Halsring, zehn kreuzförmigen Anhängern, einer Scheibenfibel und vier Zwischengliedern. Die grösseren der Teile sind fast handtellergross!

Er wurde sehr aufwendig in einer Technik gefertigt, die moderne Goldschmiede kaum noch beherrschen. Der aktuell vorhandene Goldschatz wiegt 598,2 Gramm.

Wenn schon der Schmuck ungewöhnlich ist, so ist es seine ältere und jüngere Geschichte umso mehr:Es spricht einiges dafür, dass es sich um den Schmuck einer norwegischen Königin handelt, der von ihrem Vater, dem legendären Dänenkönig Harald Blauzahn oder von ihrem Ehemann, dem berühmten norwegischen König Olaf Trygvasson (der Christianisierer Norwegens) unter in beiden Fällen tragischen Umständen nach Hiddensee gebracht wurde. Sie können mehr darüber lesen im Archeologikon und auf der Seite Svolder.de

Auch die jüngere Geschichte des Schmucks ist nicht uninteressant: Er soll zur DDR-Zeit schlecht gesichert im Stralsunder Museum gelegen haben und Teile davon wurden gestohlen. Einige Stücke sind dann wohl von der Polizei sichergestellt worden, aber einige sind angeblich verschollen.
Man spricht nicht gerne darüber in Stralsund . . .

Auch über die Rechte an dem Schmuck und den Repliken wird man eines Tages vielleicht mal einen Roman schreiben, denn Anfang der 1990er Jahre, in der Zeit der sog. "Wende" in der DDR, ist einiges passiert, was Stoff für Krimis abgibt.

Ordentliche, aber leider nur recht kleine Nachbildungen des Schmuckes aus Gold bzw. aus vergoldetem Silber können Sie vor allem in Stralsund und auf Rügen in mehreren Schmuckgeschäften kaufen. Ein nettes Souvenir, aber nicht zu vergleichen mit dem wirklich eindrucksvollen Original.

 


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